Mit diesen neuen Erkenntnissen im Hinterkopf können wir nun auch leicht aufklären, was sich hinter den drei oft genannten Renditekennziffern verbirgt und wie diese zu interpretieren sind.
|
Der Spot Return eines Rohstoffinvestments spiegelt die reine Entwicklung des Kassapreises und somit die Spot Yield als alleinigen Renditebestandteil wider. Spot Return = Spot Yield
|
|
Der Excess Return eines Rohstoffinvestments bezieht neben der Entwicklung des Kassapreises auch die Gewinne oder die Verluste aus dem Rollen der notwendigen Futureskontrakte in die Renditeberechnung mit ein. Die Spot Yield wird dementsprechend von Gewinnen aus dem Rollen der Futures positiv und von Rollverlusten negativ beeinflusst.
Excess Return = Spot Yield + Roll Yield
|
|
Der Total Return eines Rohstoffinvestments schließlich bezieht neben der Entwicklung des Kassapreises und der aufgelaufenen Gewinne bzw. Verluste aus dem Rollen der Futures auch die Zinserträge aus der Anlage der Geldmittel mit ein und gibt so den erzielten Gesamtertrag eines Rohstoffinvestments über das Halten von Futureskontrakten wieder. Total Return = Spot Yield + Roll Yield + Collateral Yield
|
Wie Sie anhand der Grafiken in diesem Abschnitt sehen konnten, gibt es zwischen den verschiedenen Arten der Renditemessung erhebliche Unterschiede in der Zusammensetzung und somit auch im erzielten Ergebnis eines Rohstoffinvestments.
Aus welchen Komponenten setzt sich die Rendite eines potentiellen Rohstoffinvestments zusammen?
Nur wer sich umfassend über alle diese Themen informiert und versteht, wie ein angebotenes Produkt funktioniert, wird die Preisentwicklung »seines« Investments verstehen und den erhofften Erfolg mit einer Anlage erzielen.
Als Faustregel bei Returns gilt:
Je höher die kurzfristigen US-Zinsen sind, desto größer fällt die Differenz zwischen Excess-Return und Total-Return aus. Total-Return-Indizes sollten deshalb –sofern sie verfügbar sind – bei Indexinvestments bevorzugt werden.
Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel, so dass bei jedem Investment im Einzelfall überprüft werden sollte, ob die Anwendung der Faustregel sinnvoll ist oder nicht. Bei Anlageprodukten auf Total-Return-Indizes ist es sehr oft der Fall, dass die Gebühren für diese Produkte höher sind als bei ihren »Konkurrenten«, die sich auf Excess-Return-Indizes beziehen. Diese höheren Gebühren fressen bei einem niedrigen Zinsniveau teilweise die Zinserträge auf, so dass ein Anleger hier mit der Excess-Return-Variante besser fahren würde. Zudem werden bei Produkten mit gewissen Risikopuffern die Absicherungskosten oftmals aus dem Verzicht auf Zinserträge finanziert, so dass für diese als Basis nur die Excess-Return-Varianten in Frage kommen.
Aktuelle Übertreibungen