Ein Credit Default Swap (CDS) ist ein Finanzderivat, das als Absicherungsinstrument gegen das Risiko eines Kreditausfalls dient. Im Kern handelt es sich um einen Vertrag zwischen zwei Parteien: Der Käufer des CDS zahlt regelmäßig eine Prämie an den Verkäufer des CDS, und im Gegenzug verpflichtet sich der Verkäufer, im Falle eines Ausfalls oder einer Bonitätsverschlechterung des zugrunde liegenden Schuldners einen vereinbarten Betrag zu leisten. CDS werden vor allem im Kredit- und Anleihenmarkt eingesetzt, um das Ausfallrisiko von Unternehmen, Staaten oder anderen Schuldnern zu transferieren.
Die Funktionsweise eines CDS lässt sich vereinfacht in drei Schritte unterteilen. Zunächst wählt der Käufer ein Referenzinstrument, meist eine Unternehmens- oder Staatsanleihe, das er absichern möchte. Anschließend zahlt der Käufer eine regelmäßige Prämie an den Verkäufer des CDS, ähnlich einer Versicherungspolice. Tritt ein definiertes Kreditereignis ein, wie z.B. Zahlungsunfähigkeit, Restrukturierung oder Verzögerung bei Zins- oder Tilgungszahlungen, leistet der Verkäufer eine vereinbarte Zahlung, häufig in Höhe des Nominalbetrags abzüglich des Marktwertes der ausgefallenen Anleihe.
CDS spielen eine zentrale Rolle im Risikomanagement von Banken, Versicherungen, Hedgefonds und anderen institutionellen Investoren. Sie ermöglichen es, Kreditrisiken gezielt abzusichern, Kapitalanforderungen zu optimieren oder Arbitragegeschäfte zwischen Anleihen und CDS-Märkten durchzuführen. Gleichzeitig tragen sie zur Preisfindung von Kreditausfallrisiken bei, da die Höhe der CDS-Prämien Rückschlüsse auf die Bonität des Schuldners zulässt. Ein hoher CDS-Spread signalisiert ein höheres wahrgenommenes Ausfallrisiko, während ein niedriger Spread auf eine solide Bonität hinweist.
Ein klassisches Beispiel für einen CDS ist die Absicherung einer Unternehmensanleihe der Deutschen Bank. Ein Investor, der die Bonität der Bank absichern möchte, kauft einen CDS auf die Anleihe und zahlt dafür eine regelmäßige Prämie. Sollte die Bank zahlungsunfähig werden oder eine Restrukturierung der Anleihe erfolgen, erhält der Investor eine Ausgleichszahlung. Ein weiteres Beispiel ist die Absicherung von Staatsanleihen, etwa italienischer oder griechischer Anleihen, die in der Vergangenheit hohen Schwankungen unterlagen und über CDS-Märkte gehandelt wurden.
CDS bieten mehrere Vorteile: Sie ermöglichen eine gezielte Absicherung von Kreditrisiken, erhöhen die Marktliquidität und dienen der Preisbildung von Bonitätsrisiken. Außerdem können Investoren von CDS profitieren, ohne das zugrunde liegende Wertpapier besitzen zu müssen. Gleichzeitig bergen CDS Risiken: Der Markt kann komplex und intransparent sein, Kontrahentenrisiken entstehen, und während der Finanzkrise 2008 zeigten CDS, dass Hebelwirkung und Vernetzung von Finanzinstituten systemische Risiken verstärken können. Zudem kann die Bewertung von CDS schwierig sein, da sie stark von Marktliquidität und der Einschätzung der Bonität abhängt.
Ein Credit Default Swap (CDS) ist ein Finanzinstrument zur Absicherung von Kreditausfallrisiken. Durch die Zahlung von Prämien kann der Käufer des CDS potenzielle Verluste im Falle eines Ausfalls eines Schuldners absichern, während der Verkäufer das Risiko übernimmt. CDS sind zentral für das Risikomanagement, die Preisfindung und die Liquidität von Kreditmärkten, bergen jedoch komplexe Risiken und erfordern fundiertes Verständnis der zugrunde liegenden Kreditqualität und Marktmechanismen. Richtig eingesetzt, ermöglichen sie Investoren, Risiken effizient zu steuern und Portfolios gezielt abzusichern.