Delegated Proof of Stake (DPoS) ist ein Konsensmechanismus in Blockchain-Netzwerken, der eine Weiterentwicklung des klassischen Proof of Stake (PoS) darstellt. Ziel von DPoS ist es, eine hohe Skalierbarkeit, schnelle Transaktionsbestätigungen und effiziente Governance zu ermöglichen, ohne auf energieintensives Mining wie bei Proof of Work zurückzugreifen.
Im DPoS-System wählen die Token-Inhaber durch Abstimmungen eine begrenzte Anzahl von sogenannten Delegierten (auch Validatoren oder Blockproduzenten genannt). Diese Delegierten sind dafür verantwortlich, neue Blöcke zu erzeugen, Transaktionen zu validieren und das Netzwerk am Laufen zu halten.
Die Stimmkraft der Nutzer richtet sich in der Regel nach der Anzahl der gehaltenen Tokens. Die gewählten Delegierten handeln im Auftrag der Community und können jederzeit wieder abgewählt werden, wenn sie sich nicht regelkonform verhalten.
Im Vergleich zu Proof of Work (PoW) verzichtet DPoS vollständig auf Mining und damit auf hohe Energiekosten. Gegenüber klassischem Proof of Stake ist DPoS stärker auf Effizienz und Governance ausgelegt, opfert dafür jedoch einen Teil der Dezentralität.
Bitcoin nutzt bewusst keinen Stake- oder Delegationsmechanismus, sondern Proof of Work. Dieser Ansatz maximiert Sicherheit, Zensurresistenz und Dezentralität. Während DPoS vor allem für Anwendungen mit hohen Transaktionsvolumina geeignet ist, bleibt Bitcoin durch PoW das robusteste Netzwerk für langfristigen Werterhalt.
Durch die identifizierbaren Delegierten können Regulierungsbehörden potenziell leichter Einfluss nehmen. Das erhöht regulatorische Angriffsflächen, kann aber gleichzeitig institutionelle Nutzung erleichtern. Aufsichtsbehörden wie die BaFin beobachten insbesondere Governance-Strukturen und Machtkonzentrationen.
Delegated Proof of Stake ist ein leistungsfähiger Konsensmechanismus, der hohe Skalierbarkeit und effiziente Governance ermöglicht. Gleichzeitig bringt DPoS ein erhöhtes Zentralisierungsrisiko mit sich. Im Vergleich zu Bitcoin opfert DPoS einen Teil der Unabhängigkeit zugunsten von Geschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit. Für bestimmte Anwendungsfälle ist DPoS sinnvoll, als globaler, neutraler Wertspeicher bleibt jedoch Bitcoin mit Proof of Work klar überlegen.