Delivery Month

Was ist der Delivery Month?

Delivery Month, auf Deutsch auch als Liefermonat bezeichnet, ist ein zentraler Begriff im Terminhandel, insbesondere bei Futures und Optionen. Er bezeichnet den Kalendermonat, in dem der Basiswert eines Terminkontrakts geliefert oder abgerechnet wird. Der Delivery Month dient als verbindlicher Referenzzeitraum für die Abwicklung von Termingeschäften und ist für Anleger, Händler und Börsen ein wesentliches Instrument, um den Ablauf von Kontrakten zu organisieren und Risiken zu steuern.

Funktionsweise des Delivery Month

Jeder Terminkontrakt hat einen definierten Delivery Month, der bei der Emission des Kontrakts festgelegt wird. Innerhalb dieses Monats erfolgt entweder die physische Lieferung des Basiswerts oder ein Barausgleich, falls der Kontrakt nicht physisch ausgeübt wird. Der Delivery Month erleichtert die Planung für beide Parteien, da Liefertermine, Logistik, Lagerung und Zahlungen innerhalb eines klar definierten Zeitraums erfolgen. Für Futures auf Aktien, Rohstoffe oder Währungen ist der Delivery Month eine unverzichtbare Orientierungshilfe für die Organisation der Marktgeschäfte.

Bedeutung für Anleger und Händler

Der Delivery Month ist besonders wichtig für die Kalkulation von Gewinnen und Verlusten. Anleger und Händler können anhand des Liefermonats ihre Handelsstrategie und Absicherungen planen. Beispielsweise bei Futures auf die Siemens-Aktie orientieren sich Käufer und Verkäufer am Delivery Month, um Abwicklungen termingerecht vorzubereiten. Auch für die Auswahl von Optionen ist der Liefermonat entscheidend, da er die Fälligkeit und den Zeitwert der Optionsscheine beeinflusst.

Typische Liefermonate und Standardisierung

Börsen standardisieren oft die Delivery Months für Futures und Optionen, um Handel und Abwicklung zu erleichtern. Häufig sind dies Monatsserien wie März, Juni, September und Dezember, je nach gehandeltem Basiswert. Diese Standardisierung ermöglicht Vergleichbarkeit, Liquidität und effiziente Preisbildung auf dem Markt. Anleger wissen dadurch genau, wann ein Kontrakt abgerechnet wird und können entsprechend ihre Strategien und Absicherungen planen.

Praktische Beispiele

  • Ein Anleger kauft einen Future auf die Siemens-Aktie mit Delivery Month Dezember. Innerhalb dieses Monats erfolgt die Abrechnung oder Lieferung, sodass der Gewinn oder Verlust anhand des Delivery Price berechnet werden kann.
  • Bei Rohstoff-Futures wie Öl oder Gold bestimmt der Delivery Month, wann die physische Lieferung oder Barausgleich erfolgt. Händler planen Lagerung, Transport und Liquidität unter Berücksichtigung des Liefermonats.
  • Optionsscheine orientieren sich am Delivery Month des zugrunde liegenden Futures, um die Fälligkeit und den Zeitwert korrekt zu bewerten.

Vorteile und Herausforderungen

Vorteile:

  • Planungssicherheit für Lieferung oder Abrechnung
  • Transparenz für Käufer und Verkäufer
  • Grundlage für Kalkulation von Gewinnen und Verlusten
  • Ermöglicht strategische Handelsentscheidungen und Absicherungen

Herausforderungen:

  • Erfordert genaue Marktbeobachtung, um den richtigen Delivery Month zu wählen
  • Bei physischen Lieferungen logistische Herausforderungen innerhalb des Liefermonats
  • Fehlende Abstimmung kann zu finanziellen Risiken oder Verzögerungen führen
  • Bei illiquiden Kontrakten kann die Anpassung an den Delivery Month schwierig sein

boerse.de-Schlussfolgerung

Der Delivery Month ist ein zentraler Zeitbegriff im Terminhandel, der den Monat festlegt, in dem der Basiswert eines Futures oder einer Option geliefert oder abgerechnet wird. Er schafft Transparenz, Planungssicherheit und ermöglicht eine strukturierte Abwicklung von Termingeschäften. Für Anleger und Händler ist der Delivery Month essenziell, um Handelsstrategien, Absicherungen und logistische Prozesse effizient zu gestalten und Risiken zu minimieren.



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