Dual Trading beschreibt eine Praxis an den Finanzmärkten, bei der ein Finanzinstitut oder ein Händler gleichzeitig auf eigene Rechnung (Eigenhandel) und im Auftrag von Kunden (Kommissionsgeschäft) aktiv ist. Dabei besteht die Möglichkeit, dass die Interessen des Kunden und des Händlers in Konflikt geraten. Ziel des Dual Trading ist es, durch geschickte Marktpositionierung sowohl Handelsgewinne für das eigene Portfolio als auch Provisionen oder Gebühren aus Kundengeschäften zu erzielen.
Der Begriff wird vor allem im Kontext von Aktien-, Anleihen- und Derivatehandel verwendet. Dual Trading kann Vorteile wie erhöhte Liquidität und geringere Handelskosten bieten, birgt jedoch auch Risiken in Bezug auf Interessenkonflikte und Markttransparenz. Deshalb unterliegt es regulatorischen Vorschriften, um sicherzustellen, dass Kunden fair behandelt werden und keine nachteiligen Auswirkungen durch die Eigenhandelsaktivitäten entstehen.
Beim Dual Trading führt der Händler gleichzeitig zwei Rollen aus:
Probleme können auftreten, wenn die Eigenhandelsposition des Händlers direkten Einfluss auf die Ausführung von Kundenaufträgen hat. Regulierungen verlangen daher eine strikte Trennung von Eigenhandel und Kundenaufträgen oder transparente Offenlegung, um Interessenkonflikte zu vermeiden.
Dual Trading kann in verschiedenen Marktsegmenten auftreten, zum Beispiel:
Dual Trading ist ein Handelskonzept, das gleichzeitig Eigenhandel und Kundenaufträge ermöglicht. Es bietet Vorteile wie Liquidität und Effizienz, erfordert aber strikte Kontrolle, um Interessenkonflikte zu vermeiden und Kunden fair zu behandeln. Für Anleger ist es wichtig zu wissen, ob ein Finanzinstitut Dual Trading betreibt, da dies Einfluss auf die Auftragsausführung und die Markttransparenz haben kann.