Die Equity-Methode ist ein Bilanzierungsverfahren in der Rechnungslegung, das angewendet wird, wenn ein Unternehmen einen maßgeblichen Einfluss auf ein anderes Unternehmen ausübt, ohne es vollständig zu konsolidieren. Maßgeblicher Einfluss wird in der Regel angenommen, wenn das investierende Unternehmen zwischen 20% und 50% der Stimmrechte an einem anderen Unternehmen hält. Die Equity-Methode dient dazu, den Anteil am Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung korrekt darzustellen.
Bei der Equity-Methode wird die Beteiligung in der Bilanz zunächst zum Anschaffungspreis erfasst. Anschließend wird der Buchwert der Beteiligung regelmäßig angepasst, um den anteiligen Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens zu berücksichtigen. Ausschüttungen in Form von Dividenden verringern den Buchwert, da sie als Rückfluss an den Anteilseigner gelten. Die Grundprinzipien lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Durch diese Methode spiegelt die Bilanz den wirtschaftlichen Einfluss des investierenden Unternehmens auf das Beteiligungsunternehmen wider, ohne dass eine vollständige Konsolidierung erforderlich ist.
Die Equity-Methode ist für Unternehmen relevant, die strategische Beteiligungen an anderen Unternehmen halten, aber keine vollständige Kontrolle ausüben. Sie liefert Anlegern und Analysten ein realistisches Bild von den Erträgen aus Beteiligungen, da der anteilige Gewinn oder Verlust direkt in die Finanzkennzahlen einfließt. Für Investoren bietet die Equity-Methode Transparenz über die wirtschaftliche Leistung der Beteiligungen und ermöglicht fundierte Entscheidungen über die Bewertung des Unternehmens.
Beispiele für die Anwendung der Equity-Methode sind:
Diese Beispiele zeigen, dass die Equity-Methode insbesondere bei Joint Ventures, strategischen Beteiligungen und Minderheitsbeteiligungen angewendet wird.
Die Equity-Methode wird in der Praxis vor allem von börsennotierten Unternehmen genutzt, die strategische Beteiligungen halten. Sie ist relevant für die Finanzberichterstattung nach internationalen Rechnungslegungsstandards wie IFRS oder US-GAAP. Analysten verwenden die Methode, um die Erträge aus Beteiligungen korrekt in die Unternehmensbewertung einzubeziehen und die Profitabilität zu analysieren. Sie ist auch ein wichtiges Instrument bei der Erstellung konsolidierter Abschlüsse, da sie die wirtschaftliche Realität ohne vollständige Konsolidierung abbildet.
Die Equity-Methode ist ein Bilanzierungsverfahren zur Abbildung von Beteiligungen, bei denen ein Unternehmen maßgeblichen Einfluss, aber keine Kontrolle ausübt. Sie stellt sicher, dass anteilige Gewinne und Verluste korrekt in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erscheinen. Für Anleger und Analysten liefert die Methode Transparenz über die wirtschaftliche Leistung von Beteiligungen und unterstützt fundierte Bewertungsentscheidungen. Die Equity-Methode ist daher ein zentrales Instrument zur realistischen Darstellung strategischer Beteiligungen in der Finanzberichterstattung.