Fixe Absicherung

Was ist eine fixe Absicherung?

Eine fixe Absicherung ist eine Strategie im Finanz- und Risikomanagement, bei der sich ein Anleger oder ein Unternehmen gegen zukünftige Preis-, Zins- oder Währungsrisiken absichert, indem der Preis oder Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum verbindlich festgelegt wird. Anders als bei variablen Absicherungen, bei denen der Schutz an Marktveränderungen angepasst wird, bietet die fixe Absicherung eine feste, planbare Größe für zukünftige Zahlungsverpflichtungen oder Einnahmen. Sie wird häufig über Derivate wie Terminkontrakte, Futures oder Forward Agreements realisiert.

Funktionsweise einer fixen Absicherung

Bei einer fixen Absicherung wird ein bestimmter Preis oder Zinssatz vertraglich vereinbart. Zum Beispiel kann ein Unternehmen, das in sechs Monaten Rohstoffe einkaufen muss, diese Menge über einen Forward-Kontrakt zu einem heute festgelegten Preis kaufen. Auf diese Weise wird das Risiko von Preisschwankungen eliminiert.

Die Grundidee ist, dass sowohl Käufer als auch Verkäufer Planungssicherheit erhalten. Während der Käufer vor steigenden Preisen geschützt ist, profitiert der Verkäufer von einer gesicherten Einnahme. Dies ermöglicht insbesondere Unternehmen mit internationalen Lieferketten oder schwankenden Rohstoffpreisen, Budgets und Finanzpläne zuverlässig zu gestalten.

Anwendungsbereiche der fixen Absicherung

Fixe Absicherungen kommen in vielen Bereichen zum Einsatz:

  • Rohstoffmärkte: Unternehmen sichern Öl, Gas, Metalle oder Agrarrohstoffe gegen Preisschwankungen ab.
  • Währungsrisiken: Exporteure und Importeure fixieren Wechselkurse, um zukünftige Zahlungen planbar zu machen.
  • Zinsrisiken: Unternehmen und Banken nutzen Zins-Futures oder Swaps, um Kreditzinsen für künftige Perioden festzuschreiben.
  • Aktien- und Rentenmärkte: Institutionelle Anleger sichern Portfolios gegen Kursrisiken ab, z.B. durch den Kauf von Put-Optionen oder Termingeschäften.

Beispiele für fixe Absicherungen

Ein praktisches Beispiel ist ein deutscher Automobilhersteller, der Rohöl für die Produktion benötigt. Um sich vor steigenden Preisen zu schützen, kauft er Öl-Futures zu einem heute vereinbarten Preis. Auch Banken nutzen fixe Absicherungen, indem sie Zins-Futures einsetzen, um Kreditzinsen für ihre Kunden abzusichern. Für internationale Unternehmen wie die BMW-Aktie können Währungsfixierungen entscheidend sein, um Einnahmen aus Exportgeschäften in Euro planbar zu halten.

Vorteile einer fixen Absicherung

  • Planungssicherheit: Unternehmen und Anleger können Budgets und Finanzpläne zuverlässig erstellen.
  • Schutz vor Volatilität: Risiken durch Preisschwankungen, Zinsschwankungen oder Wechselkursschwankungen werden reduziert.
  • Einfachheit: Durch feste Vereinbarungen lässt sich das Risiko klar quantifizieren und kontrollieren.

Nachteile einer fixen Absicherung

  • Keine Beteiligung an günstigen Marktbewegungen: Wenn Preise, Zinsen oder Kurse fallen, kann der Fixpreis nachteilig sein.
  • Vertragsbindung: Die Vereinbarung bindet die Parteien und schränkt Flexibilität ein.
  • Kosten: Der Abschluss von Derivaten oder Termingeschäften zur Absicherung kann Gebühren oder Aufschläge verursachen.

boerse.de-Schlussfolgerung

Die fixe Absicherung ist ein zentrales Instrument des Risikomanagements. Sie bietet Unternehmen und Anlegern Sicherheit gegenüber unvorhersehbaren Marktbewegungen, erleichtert die Planung und reduziert Volatilität. Gleichzeitig begrenzt sie die Chance auf zusätzliche Gewinne bei günstigen Marktentwicklungen. Für alle, die stabile Kosten- oder Einnahmenstrukturen benötigen, ist die fixe Absicherung ein effizientes und bewährtes Werkzeug zur Risikokontrolle.



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