Fixing

Was ist ein Fixing?

Ein Fixing ist ein offiziell festgelegter Referenzkurs für eine Währung, einen Rohstoff oder ein Wertpapier zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dieser Kurs wird meist täglich von Börsen, Banken oder Handelsplätzen veröffentlicht und dient als Orientierung für den Handel, die Preisbildung und die Abwicklung von Verträgen. Das Fixing spielt insbesondere im Devisenhandel, bei Edelmetallen wie Gold und Silber sowie im Aktien- und Rentenmarkt eine zentrale Rolle.

Wie funktioniert ein Fixing?

Das Fixing wird durch die Sammlung von An- und Verkaufsaufträgen sowie durch Marktbeobachtung ermittelt. Bei Devisenfixings werden beispielsweise alle Kauf- und Verkaufsorders eines bestimmten Zeitfensters berücksichtigt, um einen repräsentativen Durchschnittskurs zu berechnen. Ein klassisches Beispiel ist das London Gold Fixing, bei dem der Preis von Gold täglich um 10:30 Uhr und 15:00 Uhr Londoner Zeit festgelegt wird. Auch beim Devisenmarkt wird häufig ein Mittelkurs aus Geld- und Briefkursen gebildet, der als offizielles Fixing dient.

Anwendungsbereiche des Fixings

Fixings dienen als Referenz für verschiedene Marktteilnehmer. Zu den wichtigsten Anwendungen gehören:

  • Bewertung von Wertpapieren: Fonds und Banken nutzen Fixing-Kurse, um den Nettoinventarwert (NAV) zu berechnen.
  • Abrechnung von Termingeschäften: Bei Derivaten wie Futures oder Optionen wird das Fixing als Grundlage für die Preisfestsetzung verwendet.
  • Risikomanagement: Unternehmen und Banken setzen Fixing-Kurse zur Absicherung von Währungs- oder Rohstoffrisiken ein.
  • Transparenz und Vergleichbarkeit: Fixings schaffen einen einheitlichen Referenzpunkt, der den internationalen Handel erleichtert.

Beispiele für Fixings

Einige bekannte Fixings sind:

  • Devisenfixing des Euro: Das offizielle Fixing für den Euro gegenüber anderen Währungen wird täglich von der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlicht.
  • London Gold Fixing: Traditionell zweimal täglich ermittelter Goldpreis, der international als Benchmark dient.
  • WM/Reuters Fixing: Ein Referenzkurs für Währungen, der insbesondere im institutionellen Devisenhandel genutzt wird.

Fixings sind für Anleger relevant, die ihr Portfolio bewerten oder internationale Finanzgeschäfte abwickeln möchten. Beispielsweise beeinflussen die Referenzkurse direkt den Wert von Fonds, die in ausländische Aktien oder Währungen investieren, wie zum Beispiel die Apple-Aktie in internationalen Fonds.

Vorteile und Herausforderungen des Fixings

Zu den Vorteilen des Fixings zählen die erhöhte Transparenz, einheitliche Referenzwerte und die Vereinfachung von Abrechnungen im Finanzmarkt. Allerdings gibt es auch Herausforderungen: Da das Fixing zu einem bestimmten Zeitpunkt berechnet wird, können große Marktvolumina den Kurs verzerren. Manipulationsrisiken sind ebenfalls ein Thema, wie in der Vergangenheit bei Edelmetall- und Devisenfixings beobachtet wurde. Aus diesem Grund haben viele Märkte strengere Regularien und Überwachungsmechanismen eingeführt.

boerse.de-Schlussfolgerung

Das Fixing ist ein unverzichtbarer Referenzmechanismus in Finanzmärkten. Es liefert einen einheitlichen Kurs, der für Bewertung, Abrechnung und Risikomanagement von großer Bedeutung ist. Trotz möglicher Schwankungen und Manipulationsrisiken sorgt das Fixing für Transparenz und Vergleichbarkeit und ist somit ein zentrales Instrument für professionelle Anleger, Unternehmen und Banken weltweit.



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