Das KAGG steht für das Kapitalanlagegesetzbuch und war in Deutschland das zentrale Regelwerk für Investmentgesellschaften und Investmentfonds bis zu seiner Ablösung durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) im Jahr 2013. Es regelte die Struktur, Verwaltung und Verwaltungstätigkeiten von Investmentfonds, den Schutz der Anleger sowie die Anforderungen an Kapitalanlagegesellschaften. Ziel war es, Transparenz, Anlegerschutz und einheitliche Standards im Investmentbereich zu gewährleisten und Risiken für Anleger zu minimieren.
Das KAGG hatte mehrere zentrale Aufgaben:
Kapitalanlagegesellschaften, die unter das KAGG fielen, mussten strenge Vorgaben einhalten. Dazu gehörten Anforderungen an:
Diese Vorschriften sollten sicherstellen, dass Kapitalanlagegesellschaften verantwortungsvoll arbeiten und Anleger vor Verlusten durch Managementfehler oder Missmanagement geschützt werden.
Für Anleger hatte das KAGG folgende Vorteile:
Ein Beispiel aus der Praxis sind Publikumsfonds, die nach KAGG-Strukturen betrieben wurden. Anleger konnten Fondsanteile in Aktienfonds, Rentenfonds oder Mischfonds investieren, während die Kapitalanlagegesellschaft die Verwaltung, Risikosteuerung und regelmäßige Berichterstattung übernahm. Ein klassisches Beispiel ist die Verwaltung von Fonds durch Gesellschaften wie DWS oder Union Investment, die unter KAGG-Standards ihre Fonds strukturierten und Anlegerinformationen bereitstellten.
Das KAGG war für die Strukturierung, Verwaltung und Regulierung von Investmentfonds in Deutschland von zentraler Bedeutung. Es stellte sicher, dass Anleger informiert, geschützt und die Fonds professionell verwaltet wurden. Auch nach der Ablösung durch das KAGB bilden die Prinzipien des KAGG die Grundlage moderner Fondsregulierung und Anlegerschutzmechanismen.
Das KAGG war das zentrale deutsche Regelwerk für Investmentfonds und Kapitalanlagegesellschaften. Es schützte Anleger, stellte Transparenz sicher und definierte die Anforderungen an Fondsverwaltung und Risikomanagement. Auch heute dienen die Prinzipien des KAGG als Grundlage für die moderne Regulierung im Fondsbereich, wobei das KAGB die rechtlichen Vorgaben weiterentwickelt hat. Für Anleger ist die Einhaltung solcher Vorschriften ein Indikator für Sicherheit, Transparenz und professionelle Verwaltung ihrer Kapitalanlagen.