Kleiner Verfallstag

Was ist der kleine Verfallstag?

Der kleine Verfallstag ist ein wichtiger Termin im Derivatehandel, insbesondere bei Optionen und Futures. An diesem Tag laufen bestimmte Finanzkontrakte aus, werden abgerechnet oder automatisch glattgestellt. Im Gegensatz zum „großen Verfallstag“, an dem mehrere Produktgruppen gleichzeitig verfallen, betrifft der kleine Verfallstag meist nur einzelne Produkte oder Kontrakte innerhalb eines bestimmten Segments.

Funktionsweise des kleinen Verfallstags

Der kleine Verfallstag spielt im Options- und Futures-Handel eine entscheidende Rolle:

  • Optionen: Call- und Put-Optionen, die an diesem Tag auslaufen, werden entweder durch Lieferung des Basiswerts oder durch Barausgleich abgewickelt.
  • Futures: Futures-Kontrakte, die am kleinen Verfallstag fällig werden, müssen entweder physisch geliefert oder über die Börse glattgestellt werden.
  • Abrechnung: Die Abrechnung erfolgt nach Börsenregeln und richtet sich nach dem Schlusskurs des Basiswerts am Verfallstag.

Beispiel: Ein Trader hält einen Optionsschein auf die SAP-Aktie, der am kleinen Verfallstag abläuft. Wenn die Option im Geld ist, erfolgt die Abrechnung automatisch, andernfalls verfällt sie wertlos.

Unterschied zum großen Verfallstag

Während der große Verfallstag in der Regel quartalsweise stattfindet und viele Produkte gleichzeitig betrifft, tritt der kleine Verfallstag monatlich oder für einzelne Produktgruppen auf. Der kleine Verfallstag kann kleinere Kursbewegungen im Markt auslösen, während der große Verfallstag oft größere Volatilität erzeugt.

Chancen und Risiken

  • Chancen: Strategische Positionierung kann zu kurzfristigen Gewinnen führen, insbesondere bei Optionsgeschäften.
  • Risiken: Unzureichende Absicherung kann zu Verlusten führen, wenn Positionen automatisch glattgestellt werden.
  • Marktbeobachtung: Anleger müssen Kurse und Fälligkeiten genau im Blick behalten, um ungewollte Ausführungen zu vermeiden.

Beispiel aus der Praxis

Ein Anleger hält Futures auf den DAX. Am kleinen Verfallstag laufen nur die Futures des aktuellen Monats ab. Der Anleger muss entscheiden, ob er die Position glattstellt oder auf den nächsten Verfall rollt. Durch die Konzentration weniger Kontrakte ist die Kursbewegung meist moderater als am großen Verfallstag, bietet jedoch ebenfalls Handelschancen.

boerse.de-Schlussfolgerung

Der kleine Verfallstag bezeichnet den Termin, an dem bestimmte Optionen oder Futures abgerechnet oder wertlos verfallen. Er ist wichtig für das Risikomanagement im Derivatehandel und ermöglicht Anlegern strategische Entscheidungen zur Positionierung. Im Vergleich zum großen Verfallstag ist die Marktwirkung kleiner, aber dennoch relevant für kurzfristige Handelsstrategien und die Kontrolle offener Positionen.



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