Knock-in-Level

Was ist ein Knock-in-Level?

Ein Knock-in-Level ist eine zentrale Kursmarke bei Knock-in-Produkten, wie beispielsweise Optionsscheinen oder Zertifikaten. Im Gegensatz zu Knock-out-Produkten wird ein Knock-in-Produkt erst aktiv, wenn der Basiswert eine vorher definierte Kursgrenze erreicht oder überschreitet. Erst das Erreichen des Knock-in-Levels „aktiviert“ das Produkt und macht es für den Anleger handelbar oder profitabel.

Funktionsweise des Knock-in-Levels

Knock-in-Produkte sind Derivate, die nur unter bestimmten Bedingungen wirksam werden:

  • Call-Knock-in: Der Basiswert muss einen festgelegten Kurs erreichen oder überschreiten, damit das Produkt aktiv wird.
  • Put-Knock-in: Das Produkt wird aktiv, sobald der Basiswert unter einen bestimmten Kurs fällt.

Beispiel: Ein Anleger kauft ein Call-Knock-in-Zertifikat auf die SAP-Aktie mit einem Knock-in-Level von 120€. Erst wenn der Aktienkurs die 120€ erreicht oder überschreitet, wird das Zertifikat aktiv und kann Gewinne erzielen.

Chancen und Risiken

  • Chancen: Knock-in-Produkte erlauben gezielte Spekulation auf Kursbewegungen über oder unter bestimmte Levels, oft zu günstigeren Konditionen als reguläre Optionen.
  • Risiken: Das Produkt bleibt wertlos, solange der Knock-in-Level nicht erreicht wird. Anleger können ihr eingesetztes Kapital verlieren, wenn die Barriere nie aktiviert wird.
  • Risikomanagement: Strategisches Timing und Marktbeobachtung sind entscheidend, um die Chancen des Knock-in-Produkts zu nutzen.

Anwendungsbereiche

Knock-in-Level werden vor allem bei folgenden Finanzprodukten eingesetzt:

  • Hebelzertifikate und Knock-in-Optionsscheine
  • Absicherungen gegen bestimmte Kursbewegungen
  • Spekulationen auf kurzfristige Markttrends

Beispiel aus der Praxis

Ein Trader kauft ein Put-Knock-in-Zertifikat auf die Volkswagen-Aktie mit einem Knock-in-Level von 180€. Das Zertifikat wird erst aktiv, wenn der Aktienkurs unter 180€ fällt. Sinkt der Kurs auf 175€, kann der Trader von der Abwärtsbewegung profitieren. Solange der Kurs jedoch über 180€ bleibt, bleibt das Produkt wertlos.

boerse.de-Schlussfolgerung

Der Knock-in-Level ist die entscheidende Aktivierungsschwelle für Knock-in-Produkte. Er bestimmt, ab wann ein Derivat wirksam wird und Gewinnpotenzial bietet. Anleger können mit Knock-in-Produkten gezielt auf bestimmte Kursbewegungen spekulieren, müssen aber beachten, dass das eingesetzte Kapital verloren gehen kann, wenn der Knock-in-Level nicht erreicht wird. Ein fundiertes Verständnis des Levels ist daher unerlässlich für strategisches Handeln und Risiko-Management.



Kennen Sie bereits die 100 langfristig erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt? Klicken Sie hier...