Ein Kursabschlag bezeichnet die Verringerung des Preises eines Wertpapiers, wie einer Aktie oder Anleihe, gegenüber einem vorherigen Kurs. Kursabschläge treten häufig bei Kapitalmaßnahmen, wie Dividendenzahlungen, Bezugsrechten, Splits oder Sonderzahlungen, auf. Sie spiegeln den Wertverlust wider, der durch die Auszahlung oder die Veränderung der Kapitalstruktur entsteht, und sorgen dafür, dass der Kurs das neue, angepasste Bewertungsniveau korrekt widerspiegelt.
Die häufigsten Ursachen für Kursabschläge sind:
Ein Anleger beobachtet die Siemens-Aktie. Die Gesellschaft zahlt eine Dividende von 3€ pro Aktie. Am Tag der Dividendenzahlung wird der Kurs der Aktie um diesen Betrag reduziert. Ein Kursabschlag von 3€ zeigt den Wertverlust aufgrund der Auszahlung, während die Aktionäre den Dividendenbetrag erhalten. Ein weiteres Beispiel: Bei einer Kapitalerhöhung werden neue Aktien zu einem günstigeren Preis angeboten. Der Kurs der alten Aktien fällt um den Wert der Bezugsrechte, um den Gesamtwert der Beteiligung korrekt darzustellen. Dies ist ebenfalls ein klassischer Kursabschlag.
Kursabschläge haben sowohl Chancen als auch Risiken für Anleger:
Für Anleger ist es entscheidend, Kursabschläge richtig zu verstehen, um den tatsächlichen Wert ihrer Investments korrekt einzuschätzen. Kursabschläge sind meist temporär und spiegeln nicht zwingend eine Schwäche des Unternehmens wider. Wer die Ursachen kennt, kann besser entscheiden, ob ein Wertpapier nach einem Kursabschlag weiterhin attraktiv ist oder ob Anpassungen im Portfolio erforderlich sind.
Ein Kursabschlag ist die Reduzierung des Preises eines Wertpapiers aufgrund von Kapitalmaßnahmen, Dividenden oder Bezugsrechten. Er spiegelt Wertabflüsse oder Anpassungen in der Kapitalstruktur wider und beeinflusst die Bewertung der Aktie. Für Anleger ist das Verständnis von Kursabschlägen entscheidend, um den tatsächlichen Wert ihrer Investments zu erkennen, Marktbewegungen richtig einzuschätzen und fundierte Entscheidungen zu treffen.