Kurzläufer

Was sind Kurzläufer?

Kurzläufer sind festverzinsliche Wertpapiere, insbesondere Anleihen, mit einer vergleichsweise kurzen Restlaufzeit bis zur Fälligkeit. In der Regel spricht man von einer Laufzeit von weniger als 1 bis 3 Jahren, abhängig von Marktübungen und Emittenten. Kurzläufer sind besonders für Anleger interessant, die eine geringe Zinsänderungs- und Kursrisikoexposition wünschen und ihr Kapital kurzfristig anlegen möchten. Sie unterscheiden sich damit deutlich von Langläufern, die Laufzeiten von 10, 20 oder mehr Jahren haben und stärker auf Zinsänderungen reagieren.

Funktionsweise von Kurzläufern

Kurzläufer bieten regelmäßige Zinszahlungen, sogenannte Kupons, und die Rückzahlung des Nominalwertes am Ende der Laufzeit. Aufgrund der kurzen Restlaufzeit reagieren ihre Kurse weniger stark auf Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus als Langläufer. Das macht Kurzläufer besonders attraktiv in Zeiten steigender Zinsen oder für konservative Anleger. Beispiel: Ein Anleger kauft eine 2-jährige Bundesanleihe mit 3% Kupon. Über die Laufzeit von 2 Jahren erhält er jährlich Zinszahlungen, und am Ende wird der Nennwert zurückgezahlt. Kursverluste aufgrund von Zinsänderungen sind gering, da die Laufzeit kurz ist.

Chancen und Risiken

Investitionen in Kurzläufer bieten sowohl Chancen als auch Risiken:

  • Chancen: Geringes Zinsänderungsrisiko, hohe Sicherheit bei bonitätsstarken Emittenten, planbare Rückzahlung des Kapitals, kurzfristige Liquidität.
  • Risiken: Niedrigere Renditen im Vergleich zu Langläufern, Inflation kann die reale Kaufkraft verringern, bei Emittenten mit niedriger Bonität besteht das Ausfallrisiko.
  • Marktrisiko: Auch Kurzläufer können bei plötzlichen Marktverwerfungen oder Bonitätsverschlechterungen Kursverluste erleiden, wenngleich deutlich geringer als Langläufer.

Beispiele aus der Praxis

Ein Beispiel: Ein privater Anleger möchte sein Kapital für 12 Monate sicher anlegen. Er kauft Kurzläufer-Bundesschatzbriefe, die eine feste Verzinsung bieten. Die kurze Laufzeit minimiert das Risiko von Kursschwankungen und sorgt für planbare Erträge. Ein weiteres Beispiel: Unternehmen oder institutionelle Investoren nutzen Kurzläufer, um kurzfristige Liquiditätsüberschüsse zu parken. Dadurch erhalten sie Zinsen auf ihr Kapital, ohne langfristig gebunden zu sein. Kurzläufer sind oft Bestandteil von Geldmarktportfolios, die Sicherheit und Flexibilität kombinieren.

Bedeutung für Anleger

Für Anleger sind Kurzläufer eine attraktive Option, wenn Sicherheit, Liquidität und Planungssicherheit im Vordergrund stehen. Sie eignen sich für konservative Anleger, die Wert auf Kapitalerhalt legen, aber dennoch einen Zinsgewinn erzielen möchten. Kurzläufer können auch als Ergänzung zu einem diversifizierten Portfolio dienen, um Risiken von Langläufern oder Aktieninvestments abzufedern. Besonders in unsicheren Märkten oder bei steigenden Zinsen profitieren Anleger von der geringen Zinssensitivität der Kurzläufer.

boerse.de-Schlussfolgerung

Kurzläufer sind festverzinsliche Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit, die Anlegern Sicherheit, planbare Erträge und geringe Zinssensitivität bieten. Sie eignen sich besonders für konservative Anleger, kurzfristige Anlageziele oder die Parkung von Liquidität. Wer Kurzläufer in sein Portfolio integriert, kann Risiken aus Zinsänderungen und Kursschwankungen reduzieren und gleichzeitig von stabilen Erträgen profitieren.



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