Maker Fee

Was ist eine Maker Fee?

Maker Fee bezeichnet eine Handelsgebühr, die auf Börsen und Handelsplattformen für Orders erhoben wird, die Liquidität bereitstellen. Ein „Maker“ ist ein Trader, der eine Order in das Orderbuch stellt, die nicht sofort ausgeführt wird, sondern auf die Gegenorder eines anderen Traders wartet. Dadurch „macht“ er Liquidität für den Markt verfügbar.

Funktionsweise der Maker Fee

Die Maker Fee wird in der Regel niedriger angesetzt als die Taker Fee, da Börsen Trader belohnen möchten, die Liquidität bereitstellen. Maker Orders sind typischerweise Limit-Orders, die das Orderbuch auffüllen. Sobald ein Taker die Order ausführt, fällt für den Maker die Maker Fee an.

Beispiel: Ein Trader platziert eine Limit-Order, um 1 Ethereum zu 2.500€ zu verkaufen. Diese Order wird nicht sofort ausgeführt, sondern wartet, bis ein Käufer den Preis akzeptiert. Die Börse berechnet auf den Umsatz eine Maker Fee, die oft niedriger ist als die Gebühr für den Taker, der die Order sofort ausführt.

Maker Fee vs. Taker Fee

Viele Handelsplattformen unterscheiden zwischen Maker und Taker Fees:

  • Maker Fee: Für Orders, die das Orderbuch auffüllen, oft niedriger, um Liquidität zu fördern.
  • Taker Fee: Für Orders, die sofort gegen bestehende Orders ausgeführt werden, in der Regel höher.

Dieses Modell incentiviert Trader, das Orderbuch aktiv zu füllen, anstatt nur sofortige Trades durchzuführen, was die Marktstabilität verbessert und die Liquidität erhöht.

Bedeutung für Anleger

Für aktive Trader kann die Maker Fee einen wesentlichen Unterschied bei den Handelskosten ausmachen. Trader, die regelmäßig Limit-Orders stellen, profitieren von niedrigeren Gebühren. Insbesondere bei großen Handelsvolumina oder langfristigen Strategien kann die Differenz zwischen Maker und Taker Fee die Rendite deutlich beeinflussen.

Beispiel: Ein Anleger plant, regelmäßig Ethereum zu kaufen und zu verkaufen. Durch das gezielte Platzieren von Limit-Orders profitiert er von niedrigeren Maker Fees, während spontane Marktorders (Taker Orders) höhere Kosten verursachen würden.

Chancen und Risiken

  • Chancen: Kostenersparnis durch niedrigere Maker Fees, Förderung von Liquidität, bessere Kontrolle über Preisgestaltung bei Limit-Orders
  • Risiken: Limit-Orders werden nicht sofort ausgeführt, wodurch der Anleger Marktbewegungen verpasst oder die gewünschte Ausführung verzögert wird.

boerse.de-Schlussfolgerung

Die Maker Fee ist ein zentrales Instrument auf Handelsplattformen, um Trader zu belohnen, die Liquidität bereitstellen. Durch das Platzieren von Limit-Orders profitieren Anleger von geringeren Gebühren im Vergleich zu sofortigen Taker Orders. Das Verständnis von Maker Fees ist entscheidend für aktive Trader, die Kosten optimieren, die Marktstabilität unterstützen und ihre Handelsstrategien effizient gestalten möchten.



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