Marge ist ein zentraler betriebswirtschaftlicher und finanzwirtschaftlicher Begriff, der den Gewinnanteil eines Unternehmens oder den Unterschied zwischen Verkaufspreis und Kosten beschreibt. In der Börsen- und Finanzwelt wird die Marge häufig als Kennzahl genutzt, um die Rentabilität eines Unternehmens, eines Produkts oder einer Handelsaktivität zu bewerten. Sie gibt Aufschluss darüber, wie effizient ein Unternehmen seine Ressourcen einsetzt und wie viel vom Umsatz als Gewinn verbleibt.
Je nach Kontext unterscheidet man verschiedene Margenarten:
Die Marge ist eine entscheidende Kennzahl für Investoren, Analysten und Manager, da sie folgende Informationen liefert:
Beispiel: Die Siemens-Aktie weist eine Bruttomarge von rund 30 % auf. Das bedeutet, dass Siemens nach Abzug der direkten Herstellungskosten etwa 30 % seines Umsatzes als Bruttogewinn behält, der zur Deckung weiterer Kosten und als Gewinn zur Verfügung steht.
Margen werden in verschiedenen Bereichen analysiert:
Im Handel mit Wertpapieren kann die Marge auch als Sicherheitsleistung für gehebelte Positionen dienen, ähnlich wie beim Begriff Margin Account. Sie bestimmt, wie viel Kapital ein Anleger als Sicherheit hinterlegen muss, um eine Position zu eröffnen oder aufrechtzuerhalten.
Die Analyse der Marge liefert wichtige Hinweise für Investitionsentscheidungen:
Die Marge ist eine zentrale Kennzahl zur Bewertung der Rentabilität und Effizienz eines Unternehmens oder einer Handelsaktivität. Sie gibt Aufschluss darüber, welcher Anteil des Umsatzes als Gewinn verbleibt und wie gut ein Unternehmen seine Kosten kontrolliert. Für Anleger ist die Marge ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl von Aktien, während Händler die Marge nutzen, um Handelsentscheidungen und Gewinnpotenziale zu beurteilen.