Mark-to-Market (MTM) ist ein Verfahren in der Finanzwelt, bei dem Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten zum aktuellen Marktwert bewertet werden. Diese Methode stellt sicher, dass die Bilanz eines Unternehmens oder eines Portfolios den realistischen Wert der enthaltenen Finanzinstrumente widerspiegelt, basierend auf den aktuellen Marktpreisen.
Beim Mark-to-Market-Verfahren werden Finanzinstrumente nicht zu historischen Anschaffungskosten bewertet, sondern zu ihrem aktuellen Marktwert. Dies gilt insbesondere für Wertpapiere, Derivate und andere liquide Finanzprodukte. Die Bewertung erfolgt regelmäßig, oft täglich, um eine realistische Darstellung der Vermögenswerte zu gewährleisten.
Beispiel: Ein Anleger hält Futures-Kontrakte auf die Siemens-Aktie. Durch Mark-to-Market werden diese Positionen täglich zum aktuellen Marktpreis bewertet. Gewinne oder Verluste werden sofort in der Bilanz oder im Konto des Anlegers erfasst.
Mark-to-Market hat mehrere Vorteile:
Trotz der Vorteile hat Mark-to-Market auch Nachteile und Risiken:
Mark-to-Market wird insbesondere in den folgenden Bereichen genutzt:
Beispiel: Ein Hedgefonds besitzt Optionen auf den DAX und bewertet diese täglich zum aktuellen Kursniveau. Gewinne oder Verluste werden sofort verbucht, um die Performance und Risiken transparent darzustellen.
Mark-to-Market ist eine Bewertungsmethode, die Finanzinstrumente zum aktuellen Marktpreis abbildet. Sie sorgt für Transparenz, ermöglicht ein effektives Risikomanagement und liefert genaue Informationen zur Portfolio-Performance. Gleichzeitig können Volatilität und illiquide Märkte Herausforderungen darstellen. Anleger, Fondsmanager und Unternehmen profitieren von Mark-to-Market, wenn sie die Methode korrekt anwenden und die damit verbundenen Schwankungen berücksichtigen.