Ein Miner ist eine Person oder ein Unternehmen, das aktiv am Mining-Prozess von Kryptowährungen teilnimmt. Miner stellen Rechenleistung zur Verfügung, um Transaktionen in einem Blockchain-Netzwerk zu überprüfen, zu bündeln und dauerhaft zu speichern. Als Gegenleistung erhalten sie eine Vergütung in Form neu geschaffener Coins sowie Transaktionsgebühren. Besonders im Bitcoin-Netzwerk spielen Miner eine zentrale Rolle für die Sicherheit, Stabilität und Funktionsfähigkeit des Systems.
In den vergangenen Jahren hat sich Mining von einer dezentralen Tätigkeit einzelner Nutzer zu einer hochprofessionellen Industrie entwickelt. Heute wird Mining überwiegend von spezialisierten Unternehmen mit großen Rechenzentren betrieben, die teilweise börsennotiert sind und für Anleger investierbar sind.
Miner arbeiten nach dem sogenannten Proof-of-Work-Prinzip. Dabei konkurrieren sie darum, kryptografische Rechenaufgaben zu lösen. Gelingt es einem Miner, die Aufgabe als Erster zu lösen, darf er einen neuen Block zur Blockchain hinzufügen.
Für diese Leistung erhält der Miner:
Die notwendige Rechenleistung wird heute nahezu ausschließlich durch spezialisierte Hardware erbracht, sogenannte ASICs (Application-Specific Integrated Circuits). Diese Geräte sind ausschließlich für das Mining optimiert und deutlich effizienter als herkömmliche Computer oder Grafikkarten.
Moderne Miner betreiben große Mining-Farmen mit Tausenden von ASIC-Geräten. Diese Anlagen benötigen:
Da Stromkosten einen entscheidenden Einfluss auf die Profitabilität haben, befinden sich viele Mining-Farmen in Regionen mit günstigen Energiepreisen, etwa in den USA, Kanada oder Nordeuropa. Zunehmend setzen professionelle Miner auch auf erneuerbare Energiequellen.
Grundsätzlich lassen sich verschiedene Formen des Minings unterscheiden:
Im heutigen Markt dominieren klar die industriellen Miner, da Skaleneffekte entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität sind.
Für Anleger sind insbesondere börsennotierte Mining-Unternehmen von Bedeutung, da sie einen indirekten Zugang zum Kryptomarkt ermöglichen, ohne selbst Coins verwahren zu müssen.
Zu den bekanntesten Mining-Unternehmen zählen:
Diese Unternehmen reagieren stark auf die Kursentwicklung von Bitcoin, da ihre Einnahmen direkt von Mining-Erträgen abhängen.
Miner beeinflussen den Kryptomarkt auf mehreren Ebenen:
Steigende Energiepreise, sinkende Blockbelohnungen oder fallende Kurse können die Profitabilität erheblich beeinflussen. Ein zentrales Ereignis ist das sogenannte Halving, bei dem sich die Blockbelohnung etwa alle vier Jahre halbiert.
Für Anleger sind Miner sowohl aus technologischer als auch aus börslicher Sicht relevant. Mining-Aktien gelten als besonders volatile Titel, da sie häufig stärker schwanken als der Bitcoin-Kurs selbst.
Gleichzeitig bieten sie Chancen auf überdurchschnittliche Renditen in Phasen steigender Kryptopreise, sind jedoch auch mit erhöhten Risiken verbunden.
Ein Miner ist ein zentraler Akteur im Kryptowährungs-Ökosystem. Miner sichern Netzwerke wie Bitcoin, erzeugen neue Coins und beeinflussen Angebot sowie Marktstruktur. Während Mining früher von Einzelpersonen betrieben wurde, dominieren heute professionelle, börsennotierte Unternehmen den Markt. Für Anleger stellen Mining-Aktien eine spekulative, aber transparente Möglichkeit dar, an der Entwicklung des Kryptomarktes teilzuhaben.