Eine Minusankündigung ist eine Mitteilung im Finanz- und Börsenbereich, die auf Verluste oder negative Salden bei Konten, Depots oder Wertpapieren hinweist. Sie dient dazu, Anleger frühzeitig über drohende oder bereits bestehende finanzielle Nachteile zu informieren, sodass rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden können. Minusankündigungen können in verschiedenen Stufen erfolgen: einfach, doppelt oder dreifach, abhängig von der Höhe des Kursverlustes oder der Art des Finanzinstruments.
Es gibt drei Varianten der Minusankündigung, die unterschiedliche Intensitäten von Verlustwarnungen signalisieren:
Ein Anleger besitzt ein Depot mit mehreren Aktien und Anleihen. Fällt der Kurs einer Aktie um 12 %, erscheint eine doppelte Minusankündigung („- -“). Sinkt eine andere Aktie um mehr als 20 %, wird eine dreifache Minusankündigung („- - -“) angezeigt. Auch bei festverzinslichen Wertpapieren kann bei Kursverlusten über 3 % die doppelte Minusankündigung erscheinen. Die einfache Minusankündigung warnt bei kleineren Verlusten oder negativen Salden.
Minusankündigungen dienen Anlegern als Frühwarnsystem und haben folgende Vorteile:
Obwohl Minusankündigungen ein hilfreiches Instrument sind, haben sie auch Grenzen. Sie zeigen nur bestimmte Schwellenwerte von Verlusten an und können keine zukünftige Kursentwicklung vorhersagen. Besonders in volatilen Märkten kann der angezeigte Verlust bereits wieder überholt sein, sodass Anleger weiterhin die Marktbewegungen beobachten müssen.
Eine Minusankündigung ist eine wichtige Warnung vor Verlusten oder negativen Salden bei Finanzprodukten. Sie informiert Anleger frühzeitig, sodass rechtzeitig reagiert werden kann. Die verschiedenen Stufen – einfach, doppelt und dreifach – geben Auskunft über die Intensität des Verlustes und helfen, finanzielle Risiken zu erkennen und zu steuern. Anleger sollten die Warnungen ernst nehmen und entsprechend handeln, um Verluste zu begrenzen und Transparenz im Depot oder Konto zu bewahren.