Moorsches Gesetz

Was ist das Moorsche Gesetz?

Das Moorsche Gesetz beschreibt eine empirische Beobachtung aus der Halbleitertechnik: Die Anzahl der Transistoren auf einem integrierten Schaltkreis verdoppelt sich etwa alle zwei Jahre, während die Kosten pro Transistor gleichzeitig sinken. Diese Beobachtung wurde 1965 von Gordon E. Moore, einem der Mitbegründer von Intel, formuliert und hat die Entwicklung der Mikroprozessoren und der gesamten Computertechnologie entscheidend geprägt.

Hintergrund und Entstehung

Gordon Moore stellte ursprünglich fest, dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise seit den frühen 1960er Jahren in einem regelmäßigen Rhythmus verdoppelt. Er bezog sich dabei auf die Anzahl der Transistoren auf einem Chip, was direkt mit der Rechenleistung eines Computers zusammenhängt. Ursprünglich sprach Moore von einer Verdopplung pro Jahr; später korrigierte er dies auf etwa alle zwei Jahre. Das Moorsche Gesetz ist keine physikalische Gesetzmäßigkeit, sondern eine auf Beobachtungen basierende Prognose.

Bedeutung für die Technologieentwicklung

Das Moorsche Gesetz hat großen Einfluss auf die Entwicklung von Computern, Smartphones, Servern und anderen elektronischen Geräten. Durch die stetige Miniaturisierung der Transistoren konnten immer leistungsfähigere Prozessoren entwickelt werden, die gleichzeitig günstiger produziert werden. Dies führte zu einem rasanten Fortschritt in der Informations- und Kommunikationstechnologie, beschleunigte Innovationen und ermöglichte den Ausbau digitaler Infrastrukturen weltweit.

Beispiele für die Auswirkungen

Die Vorhersage des Moorschen Gesetzes spiegelt sich in der Hardware-Entwicklung wider:

  • Moderne Mikroprozessoren enthalten mehrere Milliarden Transistoren, während die ersten Intel-Chips der 1970er Jahre nur wenige Tausend Transistoren hatten.
  • Die Verdopplung der Rechenleistung alle zwei Jahre hat zur Entwicklung von High-Performance-Computing und mobilen Endgeräten geführt.
  • Die Entwicklung von KI, Cloud-Computing und Big-Data-Anwendungen wurde durch die stetige Leistungssteigerung der Hardware erleichtert.

Grenzen und aktuelle Herausforderungen

In den letzten Jahren stößt das Moorsche Gesetz zunehmend an physikalische Grenzen. Die Miniaturisierung von Transistoren wird durch Wärmeentwicklung, Quantenphänomene und Produktionskosten erschwert. Hersteller wie Intel, AMD oder TSMC arbeiten daher an alternativen Technologien wie 3D-Chips, Mehrkernprozessoren oder neuartigen Materialien, um den Fortschritt weiterhin zu ermöglichen.

boerse.de-Schlussfolgerung

Das Moorsche Gesetz beschreibt den kontinuierlichen Fortschritt in der Halbleitertechnik und hat die technologische Entwicklung der letzten Jahrzehnte maßgeblich beeinflusst. Es ist Grundlage für Innovationen in Computertechnik, Mobilgeräten und digitalen Anwendungen. Auch wenn physikalische Grenzen die ursprüngliche Prognose erschweren, bleibt das Moorsche Gesetz ein zentraler Maßstab für Fortschritt und Leistungssteigerung in der Elektronikbranche.



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