Ein Outside Day (Abkürzung: OD) ist ein Begriff aus der technischen Chartanalyse und bezeichnet einen Handelstag, dessen Kursbereich vollständig über oder unter dem Kursbereich des vorherigen Tages liegt. Mit anderen Worten: Der Tageshoch- oder Tagestiefpreis überschreitet die Hoch- bzw. Tiefpunkte des Vortages, während der Tagesschlusskurs innerhalb oder außerhalb dieses Bereichs liegen kann. Outside Days werden häufig zur Identifikation von Trendwenden oder erhöhter Volatilität genutzt.
Der Outside Day ist ein Indikator für besonders aktive Handelstage und signalisiert oft einen Anstieg der Marktteilnehmeraktivität. In der Praxis wird er als Warnsignal oder Bestätigung in der technischen Analyse verwendet. Trader beobachten Outside Days, um mögliche Trendwenden frühzeitig zu erkennen oder bestehende Trends zu bestätigen. Besonders im Futures-, Options- oder Aktienhandel dient der OD als Hinweis auf potenzielle Volatilität.
Ein Beispiel: Der Kurs der SAP-Aktie schloss gestern zwischen 120 € und 125 €. Heute erreicht die Aktie ein Hoch von 128 € und ein Tief von 118 €, wodurch sowohl das Hoch als auch das Tief des Vortages überschritten werden. Dies ist ein klassischer Outside Day und signalisiert erhöhte Marktaktivität. Trader könnten hier auf eine mögliche Trendwende oder eine Fortsetzung des Trends achten.
Outside Days werden oft zusammen mit Candlestick-Mustern wie „Engulfing“ oder „Harami“ analysiert, um die Aussagekraft des Signals zu erhöhen. Auch in Kombination mit Indikatoren wie RSI oder MACD kann der OD zusätzliche Hinweise für Handelsentscheidungen liefern.
Chancen:
Risiken:
Ein Outside Day (OD) ist ein wichtiger Indikator in der technischen Analyse, der auf erhöhte Volatilität und potenzielle Trendwenden hinweist. Trader nutzen ihn zusammen mit weiteren Candlestick-Mustern und Indikatoren, um fundierte Handelsentscheidungen zu treffen. Für Anleger bietet der OD wertvolle Hinweise auf Marktstimmung und Kursdynamik, muss jedoch immer im Kontext weiterer Analysen interpretiert werden.