Eine Performance-Fee ist eine erfolgsabhängige Vergütung, die Fondsmanager oder Vermögensverwalter zusätzlich zu einer regulären Managementgebühr erhalten, wenn ein Investmentfonds oder Portfolio eine bestimmte Rendite erzielt oder einen festgelegten Vergleichsindex übertrifft. Die Performance-Fee dient dazu, die Interessen von Anlegern und Fondsmanagern zu alignieren und den Manager zu überdurchschnittlicher Leistung zu motivieren. Sie ist besonders im Bereich Hedgefonds, Private-Equity-Fonds und aktiv gemanagter Investmentfonds verbreitet.
Die Berechnung einer Performance-Fee erfolgt in der Regel prozentual auf die erzielte Mehrleistung, also den Betrag, um den der Fonds die vereinbarte Hürde oder Benchmark übertrifft. Wesentliche Komponenten sind:
Beispiel: Ein Fonds legt eine Hürde von 5 % pro Jahr fest. Der Fonds erzielt in einem Jahr 12 % Rendite. Bei einer Performance-Fee von 20 % fällt diese nur auf die 7 % über der Hürde an, also 20 % von 7 % = 1,4 % des Fondsvolumens.
Die Performance-Fee hat sowohl Vorteile als auch Risiken für Anleger:
In der Praxis ist die Performance-Fee ein bewährtes Instrument, um aktiv gemanagte Fonds attraktiv zu machen, da sie nur bei erfolgreicher Wertsteigerung des Fonds fällig wird und somit die Kosten im Verlustfall begrenzt sind.
Ein klassisches Beispiel findet sich im Bereich Hedgefonds. Viele Hedgefonds berechnen eine Managementgebühr von 2 % des Fondsvermögens und eine Performance-Fee von 20 % auf erzielte Gewinne, bekannt als das „2-and-20“-Modell. Auch aktiv gemanagte Investmentfonds können Performance-Fee-Strukturen nutzen, um besonders erfahrene Fondsmanager zu binden. Ein Investor in einem solchen Fonds profitiert direkt von der Wertsteigerung, während die Vergütung des Managers an den Erfolg gekoppelt ist.
Darüber hinaus werden Performance-Fees zunehmend auch in Private-Equity-Fonds, Venture-Capital-Fonds oder spezialisierten Mischfonds verwendet, um langfristige Anreize für Manager zu schaffen.
Die Performance-Fee ist ein zentraler Bestandteil der Vergütungsstruktur vieler professioneller Fonds. Sie trägt dazu bei, Kapital effizient zu allokieren und Manager auf überdurchschnittliche Renditen auszurichten. Gleichzeitig erfordert sie sorgfältige Regulierung und klare vertragliche Vereinbarungen, um Interessenkonflikte und übermäßiges Risiko zu vermeiden.
Die Performance-Fee ist eine erfolgsabhängige Vergütung für Fondsmanager, die nur dann anfällt, wenn bestimmte Renditeziele übertroffen werden. Sie richtet die Interessen von Anlegern und Fondsmanagern aus, fördert Performance und Transparenz und ist besonders in Hedgefonds, Private-Equity-Fonds und aktiv gemanagten Investmentfonds verbreitet. Für Anleger ist sie ein wichtiger Bestandteil der Kosten- und Risikoanalyse, da sie sowohl Chancen auf höhere Renditen als auch potenzielle Risiken durch risikofreudigere Strategien signalisiert.