dApp steht für dezentrale Applikation (engl. Decentralized Application) und bezeichnet eine Anwendung, die auf einer Blockchain oder einem anderen dezentralen Netzwerk läuft. Im Gegensatz zu traditionellen Apps wird eine dApp nicht von einer zentralen Instanz kontrolliert, sondern nutzt Smart Contracts, um Funktionen automatisch, transparent und unveränderbar auszuführen.
dApps kombinieren eine Benutzeroberfläche mit Smart Contracts auf einer Blockchain. Die Logik, Datenverarbeitung und Regeln werden über den dezentralen Ledger ausgeführt, wodurch Intermediäre überflüssig werden. Beispiele sind dezentrale Börsen (DEXs), Lending-Plattformen, Gaming-Anwendungen oder NFT-Marktplätze.
Bitcoin selbst ist primär ein Wertaufbewahrungsmittel und Zahlungssystem, unterstützt aber keine komplexen Smart Contracts wie Ethereum. dApps basieren meist auf Smart-Contract-fähigen Blockchains (Ethereum, Solana, Polygon), können jedoch Bitcoin über tokenisierte Versionen wie WBTC integrieren, um Liquidität und Vermögenswerte in dApp-Ökosystemen nutzbar zu machen.
dApps sind ein zentrales Element der DeFi- und Web3-Welt, da sie dezentrale, transparente und automatisierte Anwendungen ermöglichen. Sie kombinieren Blockchain-Technologie, Smart Contracts und Token-Ökonomie, um traditionelle zentrale Dienste zu ersetzen oder zu erweitern. Für Anleger und Nutzer eröffnen dApps neue Möglichkeiten, digitale Assets, Finanzprodukte oder digitale Güter global und vertrauensminimiert zu verwenden, wobei technisches Risiko und Blockchain-Kosten zu beachten sind.