1,5 Milliarden Dollar auf Bitcoin: Warum Tesla in die Kryptowährung investiert

Dienstag, 09.02.21 16:54
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

Elon Musk bewegt diese Woche mal wieder die Märkte. Das ist an sich nichts Neues, doch diesmal hat der Tesla-Chef die Kryptowährungen im Visier und teilte vergangenen Montag mit, er habe 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert und wolle die Mutter der Digitalwährungen künftig auch als Bezahlmittel akzeptieren. Infolgedessen sprang der Bitcoin-Kurs zwischenzeitlich um mehr als 15 Prozent auf bis zu 44.899 Dollar nach oben und notierte Dienstagmorgen bei über 47.000 Dollar.

Cash-Investition in Krypto

Da Tesla Ende 2020 nach eigenen Angaben über liquide Mittel im Volumen von 19,4 Milliarden Dollar verfügte, ist die jüngste Bitcoin-Investition allerdings fast schon als Spielgeld zu betrachten. Was mit den restlichen Geldreserven geschehen könnte, wurde im Rahmen einer neuen Unternehmensrichtlinie im Januar beschlossen: Tesla darf künftig in digitale Vermögenswerte, aber auch in Gold und weitere, noch nicht näher definierte Finanzanlagen investieren. Tesla verfolgt damit die Strategie, mehr Flexibilität und Diversifikation in die eigenen Assets zu bringen sowie die Cash-Positionen optimal einzusetzen.

Bilanzrisiko oder Blueprint?

Wenn ein Visionär wie Elon Musk dem Bitcoin sein Vertrauen ausspricht, dann ist das ein wichtiges Signal für die gesamte, noch junge Kryptobranche. Aktuell gelten Digitalwährungen überwiegend als Spekulationsobjekte oder anonyme Zahlungsmittel im Darknet. Sollten jedoch weitere Großkonzerne Teslas Beispiel folgen, in Bitcoin investieren und selbige zur Zahlung akzeptieren, dann ist das ein richtungsweisendes Statement.

Kritiker bemängeln jedoch, dass Kryptowährungen riskante Investments für ein risikobehaftetes und konjunkturabhängiges Unternehmen wie Tesla sind. Diese Meinung scheint der E-Auto-Pionier zu teilen und hat das Bitcoin-Engagement in seinem Jahresbericht unter den Risikofaktoren für das Unternehmen aufgelistet. Dort wurde auch darauf verwiesen, dass die Preise für digitale Vermögenswerte oft „hochvolatil“ sind und wahrscheinlich auch bleiben.

Bitcoin ist also ein Experiment, das sich Elon Musk leisten kann und will. Privatanleger sollten aber besser Vorsicht walten lassen und in Substanz statt Spekulationsobjekte investieren: Tesla selbst wird mit rund 820 Milliarden Dollar bewertet und avancierte damit zum wertvollsten Autohersteller der Welt.

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Mit bester Empfehlung
Ihr

Volker Rechberger
Content-Manger bei boerse.de

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