Das israelische Unternehmen Advanced Vision Technology Ltd. ist weltweit führender Anbieter von automatischen, optischen Inspektions- und Qualitätssicherungs- Systemen für die Druck- und Verpackungsindustrie. 2005 hat der Konzern glänzende Zahlen vorgelegt. Spekulative Anleger darüber nachdenken, eine kleine Position ins Depot aufzunehmen – ein Erfolg des Investments häng dann davon ab, ob die Positive Entwicklung anhält. Zurzeit pendelt der Aktie in der Nähe unseres empfohlenen Einstiegsniveaus.
Advanced Vision Technology Ltd. (WKN 931340) ist der weltweit führende Anbieter von automatischen Beobachtungssystemen für Maschinen für die Druckindustrie. AVT konzentriert sich darauf, der Tief-, Flexo- und Offsetdruckindustrie hochwertige Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen und der Druckindustrie einen Automatisierungsgrad zu bieten, von dem andere Industriebereiche bereits seit Jahren profitieren. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 109 Mitarbeiter und hat weltweit bereits mehr als 1200 Systemen installiert. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Israel. Marketing-, Verkaufs- und Serviceniederlassungen werden in den Vereinigten Staaten, Europa und China unterhalten.
AVT ist öffentlich notiert und Mitglied des Prime Standard der Deutschen Börse. Die Marktkapitalisierung beträgt ca. 65 Mio. €. Damit hat das Unternehmen einen Börsenwert von knapp 600.000 € pro Mitarbeiter. Das ist zwar sehr teuer, aber nicht grotesk. Wenn das Unternehmen weiter wachsen kann, ist die Bewertung gerechtfertigt. In seiner Marktnische hat das kleine Unternehmen als Marktführer sicher noch Potential. Erst kürzlich hat man einen mehrjährigen Abnahmevertrag mit einem weltweit führenden Druckmaschinen-Hersteller für flexible Verpackungslösungen abgeschlossen.
AVT hat für 2005 sehr überzeugende Zahlen gemeldet. Das Unternehmen steigerte zum 16. Mal in Folge den Umsatz zum Vorquartal. Dabei haben die Umsatzerlöse im 4. Quartal 2005 6,6 Mio. US$ betragen, was einer Steigerung von 11,8% gegenüber dem Vorjahresquartal und 8% zum Vorquartal entspricht. Im gesamten Jahr 2005 hat das Unternehmen Umsatzerlöse von 25,1 Mio. US$ generiert nach 21,4 Mio. US$ im Vorjahr. Noch erfreulicher schaut die Entwicklung beim Ergebnis aus, das sich fast verdoppelt hat. Der Jahresüberschuss hat im Jahr 2005 um 90,7% von 2,2 Mio. US$ auf 4,2 Mio. US$ zugelegt. Das Ergebnis je Aktie beträgt damit 0,90 US$. Der hohe Nettocashflow und die grundsolide Eigenkapitalquote von 79% stechen besonders ins Auge.
Für die Zukunft ist das Management sehr zuversichtlich. Zum 31. Dezember 2005 lag der Auftragsbestand bei 8,8 Mio. US$ und damit um 9% über dem vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt. Außerdem hat man Pläne, in den Regionen Südost-Asiens, inklusive China und Japan, zu expandieren.
Mit 65 Mio. € ist AVT ein kleines Nischenunternehmen. Obwohl bei solch kleinen Unternehmen der Königstest nicht so aussagekräftig ist, kann er zumindest einen Anhaltspunkt geben. Der Konzern kommt immerhin auf respektable 54 Punkte und erreicht so problemlos Investmentgrade. Allerdings: die wichtigen Marktkriterien haben nur 21 Punkte, was darauf hinweist, dass die Aktie nur für risikobewusstere Anleger geeignet ist.
Die Marke ist nur Spezialisten bekannt, die Produkte sind teuer. Das Unternehmen konzentriert sich aber ausschließlich auf das Kerngeschäft, und die Marktnische hat sehr gute Wachstumsaussichten.
In den Unternehmenskennzahlen ereichte AVT gute 33 Punkte. Beim Gewinnwachstum wurden sieben von zehn Punkten erreicht. Die Gewinne und Margen entwickeln sich ebenfalls erfreulich. Sieben von zehn Punkten ist hier recht ordentlich. Cashflow und Eigenkapital wurde mit sechs von zehn Punkten beurteilt.
Bei einem Inneren Wert von 14,14 € und einem Kurs von gut 11,00 € ist die Aktie zurzeit ein knapper Kauf. Für die Zukunft rechnen wir mit einem Wachstum von gut 12%. Die Sachinvestitionsquote sehen wir bei 11%, die Eigenkapitalrendite bei 15%. Wir gehen davon aus, dass der Konzern 95% seiner Gewinne in Zukunft einbehält. Das KGV sehen wir in zehn Jahren bei 15. AVT ist unterbewertet und bietet Einstiegskurse. Das Unternehmen hat gute Perspektiven, der Wert bleibt aber aufgrund der Marktenge spekulativ und eignet sich nur als Beimischung für Ihr Depot.
Auf gute Investments,
Ihr
Prof. Dr. Max Otte
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