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Aktien zur Altersabsicherung: ein neuer Trend?

Freitag, 23.02.18 16:47
Der seit nunmehr neun Jahren andauernde Börsen-Aufschwung scheint viele Skeptiker zu überzeugen: Die neueste Erhebung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) zeigt, dass die Zahl der Aktionäre hierzulande im vergangenen Jahr deutlich gestiegen ist. Gut zehn Millionen Bundesbürger (rund 15,7 Prozent der Bevölkerung) besaßen Ende 2017 Aktien oder Aktienfonds -  1,1 Millionen mehr als 2016 und so viele, wie zuletzt 2007 vor dem Ausbruch der Finanzkrise. Besser spät als nie! Ein Satz, der vor dem aktuellen Hintergrund doppeldeutig zu verstehen ist: Zum einen hat ein Großteil der Bevölkerung den seit 2009 andauernden Aktien-Aufschwung schlichtweg “verschlafen”, zum anderen ist der Aktien-Aufschwung größtenteils dem wachsenden, finanzkräftigen Segment der Ü-50-Jährigen zu danken. Ganz im Gegenteil zu den 14 bis 39-Jährigen: In der jungen Zielgruppe liegt der Aktionärsanteil bei nur rund zehn Prozent. Junge “Aktien-Muffel”, alte “Aktien-Fans” - eine Entwicklung, die kontrovers diskutiert wird.

100 - Alter = Aktienquote?
Lange galt die Faustformel, wonach sich die individuelle Aktienquote am Alter des Aktionärs orientieren sollte. Sprich: Je älter der Aktienbesitzer, desto weniger Unternehmensanteile sollten sich in dessen Besitz befinden. Und umgekehrt. Junge Menschen haben nämlich noch einen langen Anlagehorizont und viel Flexibilität. Sie können Krisen leichter aussitzen und neben einer soliden Basis auch mal in offensive Werte investieren. Ältere sollten die Aktienquote dagegen mit den Jahren senken, um die finanziellen Risiken während des Ruhestands zu mindern.

Auf das Profil kommt es an
Diese Rechenformel ist allerdings keineswegs allgemeingültig, ganz im Gegenteil. Vielmehr müsste die Vermögensberatung darauf zielen, jeden Anleger als Individuum zu betrachten. So kann es nämlich durchaus sein, dass ein 40-jähriger Familienvater besser damit beraten wäre, in den Bau des Eigenheims zu investieren, als 60 Prozent seines Kapitals in Aktien anzulegen. Andersrum ist es durchaus denkbar, dass ein 70-jähriger Rentner mit Immobilie(n) und reichlich Spargeld gut damit beraten ist, mehr als 30 Prozent seines Vermögens in Unternehmensanteile zu investieren und diese seinen Enkeln beizeiten zu vererben.

Aktien fürs Alter? Aber sicher!
Ein ans Alter angelehnte Aktienquote ist deshalb mit Vorsicht zu genießen. Vielmehr sollten sich Anleger jeden Alters ein langfristiges Aktien-Fundament schaffen, das dazu beiträgt, die eventuelle Rentenlücke im Ruhestand zu schließen. Denn bekanntermaßen deckt der aktuelle “Zinsertrag” von Sparbüchern oder Tagesgeld-Konten kaum die Inflationsrate ab. Anders gesagt, wer ohne Rendite spart, verliert am Ende Kaufkraft.

Die Geschichte hat uns gezeigt, langfristig kennen die Börsen nur den Weg nach oben. Wer einen Blick auf den Dow Jones wirft, kann schnell feststellen: Bisher wurde noch jeder Crash aufgeholt und über kurz oder lang gab es neue Rekordstände. Seit der Einführung des wohl wichtigsten Börsenbarometers beträgt die Rendite im Durchschnitt neun Prozent, jährlich wohl gemerkt. Und mit geschickter Aktienauswahl - wie sie meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief machen - lässt sich diese Performance sogar noch überbieten. 100 Champions - Aktien die mit überdurchschnittlicher Rendite bei geringeren Rücksetzern überzeugen - wurden für den langfristigen Vermögensaufbau ausgewählt. Welche Aktien sich das Champions-Prädikat verdient haben, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe. Hier können Sie als boerse.de-Besucher Ihr Gratis-Exemplar downloaden.


Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de
Miss boerse.de liest lieber Wirtschaftszeitungen als Illustrierte und kauft Amazon-Aktien statt neuer Schuhe. Unsere Autorin schreibt in ihrer Kolumne tagesaktuell über Ereignisse aus der...
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