Angst-Sparen statt Vermögensaufbau: Wie die Deutschen Renditechancen verpassen

Mittwoch, 04.12.24 15:02

Die Deutschen gelten traditionell als Sparer-Nation. Daran hat sich auch 2024 wenig geändert – bis auf die dahinterliegende Motivation: Viele wollen mit dem Geld keine finanziellen Ziele erreichen, sondern setzen in diesem Jahr auf einen „Notgroschen“ aus Angst vor der Inflation, einem Arbeitsplatzverlust und geopolitischen Krisen. Diese Vorsicht führt zwar dazu, dass die Verschuldung gesunken ist. Doch das Geld wird auf Sparbüchern geparkt, anstatt in renditestarke Anlagen zu fließen. Ein Anlagefehler, der die Deutschen Milliarden kostet.

Überschuldung rückläufig – Sparquote hoch

Die erfreuliche Nachricht zuerst: Laut dem SchuldnerAtlas 2024 der Creditreform sank die Zahl der überschuldeten Menschen in Deutschland auf knapp sechs Millionen – der niedrigste Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2004.

Dieser Rückgang ist allerdings kritisch zu betrachten. Aus Angst von globalen Krisen wie dem Ukraine-Krieg oder wirtschaftlichen Herausforderungen im Inland konsumieren die Bundesbürger einfach weniger und sparen viel. Allerdings oft, ohne eine sinnvolle Anlagestrategie.

Mit einer Sparquote von elf Prozent des verfügbaren Einkommens zeigen sich die Deutschen im internationalen Vergleich vorbildlich. Laut Statistischem Bundesamt legen sie monatlich etwa 280 Euro pro Person zur Seite. Doch der Großteil dieses Geldes landet auf kaum verzinsten Sparbüchern. Laut Angaben des Finanzbarometers 2024 von J.P. Morgan Asset Management setzen 43% der Deutschen auf diese Form der „Geldanlage“, obwohl die Inflation die Kaufkraft langfristig schmälert. Positive Tendenzen gibt es dennoch: Fonds und ETFs gewinnen an Beliebtheit und erreichen inzwischen 32% der Anleger. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2022, als nur 24% in diese Anlageformen investierten.

Vermögensaufbau mit Champions-Investments

Der Prozentsatz der an der Börse aktiven Anleger sollte allerdings noch deutlich anwachsen. Denn eine Analyse der DZ Bank zeigt, wie lukrativ eine Anlagestrategie unter Einbeziehung von Wertpapieren sein kann: Hätten deutsche Haushalte seit 2011 mehr in Aktien investiert, wäre ihr Vermögen jetzt um 715 Milliarden Euro höher – Dividenden nicht einmal eingerechnet.

Statt das Geld auf niedrig verzinsten Sparbüchern zu parken, sollten die Bundesbürger also stärker auf ein diversifiziertes Portfolio mit einem guten Rendite-Risiko-Verhältnis setzen. Denn eine gute Mischung aus Champions-Aktien, Fonds und Gold (als das bessere Geld) kann nicht nur Inflationsverluste ausgleichen, sondern langfristig ein Vermögen aufbauen – selbst in Krisenzeiten. Das beweisen unter anderem die boerse.de-Fonds, die im November 2024 allesamt neue All-Time-Highs erreichten.

 

Informieren auch Sie sich beispielsweise über den boerse.de-Aktienfonds: Ihr kostenloses Whitepaper „Langfristig erfolgreich mit Champions-Aktien: Quality-Investing seit 2002“ steht hier für Sie als PDF zum Download bereit.

 

Auf gute Investments!

 

Ihr

Markus Schmidhuber

Content Manager



Markus Schmidhuber ist seit 2010 Content Manager bei boerse.de – dem ältesten Finanzportal Europas und mit über einer Million monatlicher Nutzer eines der führenden Börsenportale. In dieser...


Alle Kolumnen erhalten Sie ganz bequem im Newsletter boerse.de-Aktien-Ausblick, Deutschlands großem Börsen-Newsletter mit mehr als 100.000 Lesern. Hier kostenfrei anfordern ...

Unsere Mission