Es ist Zeit für ein paar Vola-Trades!

Samstag, 17.08.19 18:00
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

Volatilität ist ein wichtiges Instrument beim Trading, darüber hatte ich an dieser Stelle schon mehrfach in der Vergangenheit geschrieben. Sie können Volatilität nutzen, um schnelle Kursgewinne zu erzielen. Oder Sie können die Volatilität als Basiswert Ihres Tradings ansehen. Der Markt für Optionen und Optionsscheine bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten, um aus der erwarteten Entwicklung der Volatilität Nutzen zu ziehen.
 
Möglich macht das die Tatsache, dass die erwartete Volatilität eine wesentliche Preiskomponente von Optionen und allen daraus abgeleiteten Zertifikaten darstellt. Erwartet der Markt schwankungsstarke Kurse, dann ist die implizite Volatilität von Optionen hoch und die Derivate sind vergleichsweise teuer. Der umgekehrte Fall tritt natürlich auf, wenn wenig Volatilität erwartet wird und die Optionspreise daher relativ niedrig sind. Steigt die Volatilität, dann steigt auch diese Preiskomponenten der Optionen. Das kann so weit gehen, dass Calls, die eigentlich von steigenden Kursen profitieren und bei fallenden Kursen Preisverluste erleiden, bei fallenden Kursen stark an Wert zulegen. Dann nämlich, wenn die Volatilität förmlich explodiert und diese Volatilitätssteigerung die fallenden Kurse überkompensiert. Das war zum Beispiel vor einigen Jahren der Fall, als die Schweizer Nationalbank die feste Bindung des Franken an den Euro aufgab und der Kurs des EUR/CHF-Währungspaares binnen Minuten kollabierte.
 
Um aus den sich daraus ergebenden Chancen Gewinne zu machen, gibt es verschiedenste Optionsstrategien. Die einfachste ist natürlich, Optionen oder Optionsscheine in Zeiten niedriger Volatilität zu kaufen und sie in Zeiten hoher Volatilität zu verkaufen. Das ist auch die einzige Strategie, die ich Privatanlegern und -tradern ans Herz legen kann. Denn diese Strategie ist leicht zu verstehen und vor allem auch mit Optionsscheinen umsetzbar. Die meisten anderen Optionsstrategien können nur mit Optionen selbst umgesetzt werden, von denen Sie in der Regel gleich 100 Stück auf einmal erwerben müssen. Optionsscheine gibt es hingegen auch in Stückelungen von zum Beispiel 0,1. Sie können also eine an Ihre Bedürfnisse angepasste Positionsgröße wählen. Zudem können Sie mit Optionsscheinen maximal einen Totalverlust erleiden, während bei Optionsgeschäften das Risiko von Nachschüssen besteht. Das heißt, Sie könnten mit Optionen sogar mehr Geld verlieren, als Sie einsetzten, während Sie Optionsscheine vor diesem Risiko schützen. Die Gewinne sind hingegen unbegrenzt.
 
Aktuell haben wir am Markt eine Situation steigender Unsicherheit, die aber noch nicht zu merklich gestiegener Volatilität führte. Die fallenden Zinsen, die steigenden Kurse für Anleihen und Gold, zeigen aber bereits, dass sich viele Marktteilnehmer auf unruhigere Aktienmärkte vorbereiten. Brechen die an, steigt die Volatilität binnen Stunden oder Tagen steil an, und wird Besitzern von Optionsscheinen Gewinne bescheren. Theoretisch kann das bei fallenden Kursen sogar Besitzer von Call-Optionsscheinen betreffen.
 
Meine Empfehlung in der aktuellen Situation ist der Kauf einiger bis Jahresende laufender Put-Optionsscheine auf breit gestreute Indizes wie den Dax oder Dow Jones als Depotbeimischung. Und zwar sowohl für Trading- als auch Anlage-Depots. Steigen die Kurse, verlieren Sie dadurch kaum etwas. Fallen die Kurse, verdienen Sie damit gleich doppelt. Einmal durch den Anstieg der Volatilität und einmal durch den bei fallenden Kursen automatisch einsetzenden Preiszuwachs bei Optionsscheinen. Doch haben Sie bitte Geduld. Ob die Volatilität morgen, in einem Monat oder gar nicht ansteigen wird, liegt außerhalb Ihres Einflussbereichs.
 
Sebastian Müller
Chefredakteur
Kurzfrist-Trader

PS: Im Kurzfrist-Trader setze ich Optionsscheine selektiv ein. Derzeit konzentriere ich mich darauf, mit ausgewählten Einzelpositionen schnelle Gewinne für meine Leser zu erzielen. So wie in den vergangenen zwei Wochen mit acht Trades mit durchschnittlich 19,5% Gewinn pro Trade! Testen Sie meinen Kurzfrist-Trader doch auch einmal. Ein Klick hier genügt!
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