Game-Entwickler Zynga übernimmt Peak: Was Anleger über den Milliarden-Deal wissen sollten

Dienstag, 02.06.20 10:52

Die Zynga-Aktie gewann gestern im US-Handel zeitweise über sieben Prozent (Nasdaq: +0.45 Prozent) nachdem bekannt wurde, dass der Spieleentwickler seine bislang größte Akquisition unter Dach und Fach bringen will: Zynga übernimmt für 1,8 Milliarden Dollar den türkischen Handyspiele-Entwickler Peak samt 100 Mitarbeitern und bekannten Games wie “Toon Blast” oder “Toy Blast”. Der Zukauf soll die Anzahl von Zyngas täglich aktiven Nutzern auf einen Schlag um rund 60 Prozent erhöhen.

 

Ein strategisch nachvollziehbarer Schritt, zumal Zynga selbst seit Jahren keinen Spiele-Hit hervorgebracht hat, der an vergangene Erfolge anknüpfen kann. Doch ob das Unternehmen die Übernahme auch finanziell stemmen wird?

 

Magere Ernte

 

Vielleicht erinnern Sie sich noch an das Online-Game “Farmville”, bei dem Spieler einen virtuellen Bauernhof bewirtschaften konnten. Mit dem Facebook-Spiel, das später auch für Smartphones verfügbar war, erreichte Zynga 2009 innerhalb weniger Monate 80 Millionen Menschen weltweit. Der Entwickler verdiente gutes Geld mit dem Verkauf von Ingame-Items bzw. der virtuellen Währung “Farm Bucks”. Doch bereits 2013 kannte der “Hype” auf Facebook ein jähes Ende. Spieler begannen sich beim virtuellen Pflügen, Pflanzen und Füttern zu langweilen und Zyngas nächster Game-Blockbuster ließ auf sich warten.

 

Trotz neuer Spiele wie “Mafia Wars” oder “Zynga Poker” wechselten Nutzer zu Games anderer Hersteller, weshalb Zynga im Herbst 2013 ein Fünftel seiner Mitarbeiter entlassen musste. 2014 verlor der Spieleentwickler mehr als 210 Millionen Euro; allein im zweiten Quartal 2020 wird mit einem Nettoverlust von 143 Millionen Euro gerechnet.

 

Corona-Krise-Profiteur für Spielernaturen

 

Zwar wirtschaftet Zynga noch nicht profitabel, erzielt jedoch in Q2 vermutlich 400 Millionen Dollar Umsatz. Im Q2/2019 betrug der Umsatz noch 306 Millionen Dollar. Das Wachstum ist allerdings primär auf die Corona-Ausgangsbeschränkungen zurückzuführen, die vielen Game-Entwicklern in die Hände spielten. Wie sich Zyngas-Zahlenwerk post-Corona entwickeln wird, kann momentan freilich niemand vorhersehen.

 

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