Geschafft! Jetzt haben die Kurse freie Bahn!

Montag, 23.11.20 09:52
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

mit dem Mieterwechsel im Weißen Haus hat sich an den Börsen ein Knoten gelöst, wobei wieder einmal eine der wichtigsten Jesse-Livermore-Weisheiten live zu erleben war: Nicht Nachrichten machen Kurse, sondern Kurse Nachrichten bzw. deren Interpretation. Konkret:

Bei fallenden Kursen hätten wir vermutlich lesen können, dass sich der demokratische US-Präsident und das republikanisch dominierte Repräsentantenhaus gegenseitig blockieren würden. So aber wird argumentiert, dass es keinen größeren politischen Schwenk nach links geben kann und deshalb auch die befürchteten Steuererhöhungen ausfallen. Doch:

Politische Börsen haben kurze Beine. Die Märkte schauen voraus und sehen einen Corona-Impfstoff, das Wiederanspringen der Weltwirtschaft und damit steigende Unternehmensgewinne, bis zum Anschlag expansive Notenbanken und (dadurch) fehlende Anlagealternativen, weshalb die Aktienbörsen nur eine Richtung kennen. Aktionäre haben damit eigentlich die beste aller Welten vor sich, während in den vergangenen Monaten vor allem Nerven gefragt waren. Denn:

Nach dem schnellsten Börsen-Crash aller Zeiten (lediglich 40 Tage zwischen All-Time-High und Crash-Tief im Dow Jones, sogar nur 28 Tage im Dax) und der vergleichbar spektakulären Erholung, fuhren die Kurse im Oktober Achterbahn. So notierte der Dax am 12. Oktober auf dem gleichen Niveau wie am 9. November (13.138), war aber zwischenzeitlich um 12% (bis auf 11.557) abgestürzt. Solch volatile Börsenphasen bringen viele Anleger aus der Fassung, sind aber eigentlich für jeden beherrschbar, der sich im Vorfeld Gedanken gemacht hat. Das bedeutet:

Wer sich als Langfrist-Investor bezeichnet, sitzt Kursturbulenzen (im Depotfundament) ganz einfach aus, nutzt – sofern möglich – Crash-Geschenke zum Nachkauf defensiver Investments und ignoriert damit komplett die Sirenengesänge der Finanzindustrie. Und wer mit Tradings seine Depotrenditen optimieren möchte, der folgt ohne Wenn und Aber den Vorgaben seines Trading-Plans bzw. ganz einfach dem BOTSI®-Advisor. In der Praxis:

Unsere 100 Aktienbrief-Champions haben seit Jahresanfang jetzt 14,0% gewonnen, und im laufenden Quartal sind bereits 40 Champions auf das höchste Niveau aller Zeiten geklettert. Dabei beeindruckt, dass es im November ausnahmsweise mal nicht nur die Technologie-Champions sind, von denen die Märkte nach oben gezogen werden (wenngleich Alphabet und Intuit neue Hochs erreichten), sondern auf breiter Front Ausbrüche gelingen. So haben in den USA beispielsweise soeben auch Stryker, Ball, BlackRock, UnitedHealth und unsere gute alte Colgate-Palmolive neue All-Time-Highs markiert, genauso wie in Europa L’Oréal, Geberit und Sartorius oder in Asien Samsung, Shimano und Tencent. Entsprechend im Plus befinden sich unsere Champions-Fonds und -Indizes, wobei der BCDI USA (+21,2% im Jahr 2020) momentan herausragt. Die Wucht der laufenden Rallye wird einige auf dem falschen Fuß erwischen, denn die Kurse haben freie Bahn!

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller

PS: Seit September haben nun alle vom BOTSI®-Advisor gesteuerten Musterdepot neue All-Time-Highs markiert. Sie sind über den Gratis-Zugang sehr herzlich zu einem kostenlosen und völlig unverbindlichen Kennenlernen unserer Börsendienste eingeladen.

Thomas Müller ist seit Anfang der 1980er-Jahre Herzblut-Börsianer, seit 1987 Verleger von Börseninformationen, begeisterter Entwickler von Anlagestrategien, Autor,...


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