Grüne Geldanlage: Was taugen Waldinvestments?

Freitag, 10.05.19 10:30
Gutes tun und dabei Geld verdienen: Grüne Geldanlagen sprießen derzeit wie Unkraut aus dem Boden. Dabei gilt es auch hier, die Spreu vom Weizen zu trennen. Vor allem in Holz-Investitionen steckt häufig der sprichwörtliche Wurm drin. So warnte die Verbraucherzentrale Bremen: "Waldinvestments sind für die Altersvorsorge völlig ungeeignet" und verwies dabei auf die hohen Risiken und oft geringe Seriosität der Anbieter. Noch beunruhigender ist das 2018 veröffentlichte Ergebnis des Magazins “Finanztest”, wonach alle sieben geprüften Wald-Direktinvestments mit dem Prädikat “mangelhaft” durchgefallen waren. Damit Sie den Wald vor lauter Bäumen noch sehen, fassen wir für Sie die wichtigsten Fakten zusammen:

Mut zur Holzlücke?
Zunächst stellt sich die Frage, warum es sich theoretisch überhaupt lohnen könnte, in Holz zu investieren. Zum einen, weil es sich dabei um einen langsam wachsenden Rohstoff handelt, der “hoch im Kurs steht”. Sowohl als Energieträger für Strom und Wärme, als auch als (Öko-) Baumaterial. Zum anderen führt die Energiewende dazu, dass erneuerbare Ressourcen wie Holz sowohl von Privatverbrauchern, als auch der Industrie und öffentlichen Institutionen stark nachgefragt werden. Statistiken zufolge hat sich der Mengenbedarf allein in Deutschland zwischen 1995 und 2015 vervierfacht. In den vergangenen 30 Jahren sei der globale Holzbedarf um 300 Mio. cbm gestiegen. Steigende Nachfrage, knappes Angebot: Eigentlich ein Patentrezept für den Anlageerfolg. Wenn da nicht einige Fallstricke zu beachten wären.

Riskantes Waldinvesment
Anundfürsich hat Holz ein besonders “solides” Image: Es gilt als nachhaltiger Sachwert mit starken Wurzeln. Doch wer in Wald (als Direktanlage oder geschlossene Fonds) investiert, was oft schon mit wenigen hundert Euro möglich ist, sollte sich der zahlreichen Risiken bewusst sein:

Grauer Markt
Anbieter von Waldinvestments - auch vermeintlich seriöse - hantieren häufig zweifelhafte Praktiken. Vor allem bei Bäumen und Plantagen in weit entfernten Anbaugebieten wie Südamerika zählt niemand den tatsächlichen Baumbestand, was Anbietern wie Teak Holz oder Sharewood viel Interpretationsspielraum bietet. So erklärte beispielsweise die Firma Teak Holz aus Österreich 2015, dass auf den eigenen Plantagen in Costa Rica nicht wie angenommen 1,3 Millionen, sondern lediglich 660.000 Bäume wachsen würden. Das Unternehmen musste Insolvenz anmelden, die Wirtschafts- und Korruptionsanwaltschaft ermittelt. Sharewood verspricht Renditen von bis zu neun Prozent - und bleibt Anlegern immer wieder Erlöse schuldig.

Mangelnde Transparenz
Die Qualität der Anbieter ist schwer zu erkennen, publizierte Prospekte sind intransparent. Auch eine Kontrolle durch die Finanzaufsicht oder Anlegerschutz wie bei Aktien sind nicht gegeben.

Naturbedingte Risiken
Bis Bäume eine stattliche Größe erreicht haben und vermarktet werden können, benötigen sie je nach Standort und Baumart mindestens 20 Jahre, hierzulande oft auch 100 Jahre. In dieser Zeit kann viel passieren: Stürme, Brände oder Schädlingsbefall sind unkalkulierbare Risiken.

Ungewisse Rendite, lange Laufzeit
Anbieter von Waldinvestments versprechen oft Jahresrenditen im hohen, einstelligen Bereich. Unter der Voraussetzungen, dass alles “nach Plan” läuft und der Kunde bei der Stange bleibt, denn Holz als Geldanlage ist eine langfristige, illiquide Verpflichtung mit ungewisser Rendite. Denn neben naturbedingten Risiken verderben Wald-Anlegern auch Anbieter-Insolvenzen, starke Holzpreis- und Nachfrageschwankungen die Lust am “grünen” Investment.

Wenn schon Wald, dann investieren Sie besser in ein eigenes Stückchen Forstgrund “zum Vererben”, das sich herrlich als Freizeitgrundstück eignet und dessen Baumbestand Ihren Kamin heizt. Natürlich muss ein Wald auch bewirtschaftet werden, doch solange sich die Fläche in Grenzen hält, kann die Baumpflege zum überaus wohltuendes Hobby für botanik-begeistert Städter werden. Mit der theoretischen Chance, das eigene Waldstück irgendwann einmal mit Gewinn zu versilbern - oder an die folgende Generation weiterzugeben.

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