Industrie 4.0 mit Wachstumstreiber Onlinehandel auch in der Coronakrise im Internet der Dinge vorn

Freitag, 25.09.20 13:42

Mit der Erfindung der Dampfmaschine Ende des 18. Jahrhunderts begann die industrielle Revolution – die Vorstufe für das Zeitalter der Digitalisierung und Vernetzung, die Welt der Roboter und neuartigen Maschinen. Dies alles übersteigt unser Vorstellungsvermögen, prägt den Produktionsprozess und die Arbeitswelt mit großen Chancen und Risiken. Die Industrie 4.0, Big Data, Internet der Dinge, Cloud-Computing, Digitalisierung und weltweite Vernetzung wecken Wunschträume, aber beschwören auch Ängste in Richtung „gläserner Mensch“ und immer härteren Datenschutz-Auflagen für Unternehmen herauf.

Die digitalen Technologien, der Siegeszug der Robotik, die Nutzung gewaltiger Datenmengen, Big Data genannt, die Künstliche Intelligenz und die Vernetzung verändern unsere Welt. Dies gilt für Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Bildung, Erziehung, Kultur und Sport. Das Internet der Dinge prägt das familiäre, berufliche und private Leben, beispielsweise Homeoffice seit Corona.

Man denke an autonome Fahrzeuge, Genomentschlüsselung und Haushaltssteuerung vom Sofa aus, den medizinischen Fortschritt mit längerem Leben im Zuge des demografischen Wandels. Die ungeheure Produktivität mit ihrer Warenvielfalt schafft aber nicht unbedingt eine schöne, heile Welt. Hier der Wohlstandsglaube, das Gefühl, zu den Siegern zu zählen. Dort Scheitern, Überforderung, Vereinsamung, Resignation und Armut – eine auseinanderklaffende Schere zwischen reich und arm. Stark beeinflusst durch die Corona-Krise. Wir sehen neben Erlebniswelten viele Läden, die dem blühenden Onlinehandel nichts entgegenzusetzen haben. In der Arbeitswelt führt Homeoffice zu neuen Formen der Berufstätigkeit und stellt die Gewerbe-Immobilien-Besitzer und Anbieter vor neue Herausforderungen bezüglich Nutzung der Räumlichkeiten.

Die Technologiegiganten machen sich die Welt und ihre Märkte untertan. Wer sich hartnäckig widersetzt und in den Weg stellt, wird aufgekauft, übernommen oder mit harten Bandagen bekämpft. Der Wirtschaftswissenschaftler Erik Brynjolfsson bringt es auf den Punkt: „Ich sehe die Gefahren, die durch die enorme Datensammlung für die Privatsphäre entstehen. Aber die unglaublichen Chancen für die Bekämpfung bislang unheilbarer Krankheiten sind größer. Unter dem Strich bringt uns die digitale Revolution mehr Gutes als Schlechtes.“

Die Arbeitswelt dürfte sich genauso radikal verändern wie durch die industrielle Revolution vor 200 Jahren. Für viele Berufe und Menschen wird es künftig keinen Platz oder nur Teilzeit im Homeoffice geben. Zahlreiche Experten rechnen damit, dass Robotik fast die Hälfte aller Beschäftigten in Amerika ersetzen kann. Die Digitalisierung ermöglicht eine sekundenschnelle Teilnahme am Börsengeschehen mit der Chance, die Altersvorsorge bestmöglich zu managen. Aber viele Bundesbürger sind Aktienmuffel, fühlen sich enteignet, geben ihr Geld lieber für Konsum aus, anstatt die Weichen für finanzielles Wohlergehen im Alter zu stellen.

Die leistungsfähigsten IT-Spezialisten wachsen kräftig. Der IT-Markt wird auch nach der Corona-Krise durch Übernahmen und Fusionen geprägt. Die führenden deutschen IT-Unternehmen sind im DAX, TecDAX und seit der Neuordnung der Indizes am 24.09.18 zusätzlich im MDAX und SDAX notiert. Die auf Cloud-Computing spezialisierten IT-Firmen verdienen mit der Vernetzung von Haushaltsgeräten, Uhren, Brillen, Messgeräten und Gesundheits-Apps viel Geld. Das Wachstumspotenzial ist riesig. Der Datenschutz sollte noch wirksamer sein und das Eindringen von Hackern erschweren.



 

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Beate Sander ist Bestseller-Autorin und hat mittlerweile über 50 Fachbücher zum Thema Börse und Geldanlage veröffentlicht. Der "Aktien- und Börsenführerschein" zählt sogar zu den TOP 10 Wirtschaftsbüchern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.

 

 

 

 

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Beate Sander startete ihre Börsenkarriere erst im Alter von 59 Jahren und wurde wenige Jahre später Börsen-Millionärin. Sie war eine gefragte Kolumnistin, Moderatorin und Interviewpartnerin und...
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