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Kolumne13:50 08.05.17

Börsenexperte und Autor Prof. Dr. Max Otte

Jahrbuch der Investmentrenditen

Sehr geehrte Privatanleger,

vor einigen Wochen veröffentlichte die Credit Suisse ihr Jahrbuch der globalen Investmentrenditen. Einige Erkenntnisse möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Ich schaue gelegentlich ganz gerne in derartige Studien. Die Großbanken haben das Geld, sie erstellen zu lassen und versprechen sich davon Breitenwirkung und neue Kunden. Sie geben sich also Mühe.

Das Credit Suisse Investment Return Yearbook finden Sie hier. Interessant ist auch der Global Wealth Report, den Credit Suisse regelmäßig veröffentlicht. Auch die Allianz veröffentlicht einen Global Wealth Report.

Aber zurück zum Jahrbuch der Investmentrenditen. Die Finanzmarktrenditen seit 1900 wurden für 21 Länder untersucht. Insgesamt erstreckt sich die Studie auf über 70.000 Markttage und 2.400 Länderjahre. Erstellt wurde sie von den Professoren Elroy Dimson, Paul Marsh und Mike Stanton von der London Business School.

Spannend: der Weltaktienmarkt hat inflationsbereinigt seit 1900 eine Rendite von 5,1 Prozent erbracht. Das ist viel – eine reale Verdoppelung alle ca. 14 Jahre. Von 2000 bis 2016 waren es nur 1,9 Prozent. Klar, da platzte die Internetblase und der lange Boom von 1980 bis 1999 war zu Ende. In diesem langen Boom brachte der Weltaktienmarkt real 10,6 Prozent. Mit deutschen Aktien erzielten sie langfristig seit 1900 immerhin 3,3 Prozent pro Jahr, und das trotz zweier verheerender Weltkriege. Die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft war wirklich enorm.

 

Vorne bei den Langfristrenditen liegen Südafrika, Australien und die USA mit über 6 Prozent p.a. Es folgen Schweden, Kanada, Großbritannien, Finnland und Dänemark. Deutschland ist bei den betrachteten Ländern an fünftletzter Stelle. Dahinter stehen nur noch Frankreich, Belgien, Italien und Österreich.

Der politische Verlauf des 20sten Jahrhunderts spiegelt sich ebenfalls an den Börsen wider: Im Jahr 1900 hatte Großbritannien 25 Prozent der Weltmarktkapitalisierung, die USA 15 Prozent und Deutschland 13 Prozent. 2016 machten die USA 53,2 Prozent der Weltmarktkapitalisierung aus, Großbritannien 6,2 Prozent und Deutschland 3,1 Prozent. Eigentlich kann es für die USA relativ nur noch nach unten gehen, zumal Asien und China stark wachsen. Das zeigt auch, dass der MSCI World (in dem China nicht enthalten ist), zu großen Teilen ein amerikanischer Index ist. Steigt der US-Aktienmarkt, steigt der MSCI World.

Fazit: Die Autoren der Studie kommen zu denselben Ergebnissen wie wir. Aktien sollten auch in den nächsten Jahren noch ordentlich Renditen bringen, wenn auch nicht mehr ganz so hohe Renditen wie in den letzten Jahren. Es ist zu früh, sich vom Aktienmarkt zu verabschieden. Und Langfristanleger lachen sowieso über kurzfristiges Markttiming und freuen sich über die soliden Renditen, die die Aktienmärkte seit vielen Jahrzehnten abliefern, wenn man kontinuierlich dabei ist und sich nicht beirren lässt.
Ich suche weiter nach guten Investments für Sie!

Ihr
Max Otte
www.privatinvestor.de

PS: Der Spitzel des schweizerischen Geheimdienstes in der Steuerverwaltung NRW schlägt hohe politische Wellen. Es ist ja auch Wahlkampfzeit. Wenn aber deutsche Behörden ein souveränes Land angreifen, indem sie für illegal beschaffte CDs Geld ausgeben, dann kann man dies auch als legitime Notwehr eines souveränen Staates ansehen. „Der Spion hat seinen Job gemacht“, schreibt die Berner Zeitung. Nicht ganz zu Unrecht.
 
 

Hinweis/Disclaimer:

Prof. Dr. Max Otte berät beziehungsweise Unternehmen, an denen Prof. Dr. Max Otte beteiligt ist, beraten den PI Global Value Fund (WKN: A0NE9G) und den Max Otte Vermögensbildungsfonds (WKN: A1J3AM). Diese beiden Fonds könnten Positionen in Titeln halten, die in dieser Kolumne genannt sind.
 

Für den Fall, dass Leser dieser Kolumne Positionen in einen genannten Titel in einem Umfang erwerben, der dazu geeignet ist, den Preis des Titels zu beeinflussen, könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide die Fonds im Falle der Veräusserung des Titels aus deren Portfolio nach einem solchen Kursanstieg vom Erwerb des Titels durch die Leser der Kolumne profitieren. Auch im Falle eines Verkaufs in einem entsprechenden Umfang durch Leser der Kolumne könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide Fonds von fallenden Kursen durch günstigere Einstiegskurse im Falle eines späteren Kursanstiegs profitieren

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