Konsequenzen der Geldgier

Samstag, 24.10.09 13:50

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
 
die Serie der Skandale aus der Finanzbranche nimmt kein Ende. Nach dem Milliardenbetrug durch Bernard Madoff klickten jetzt auch beim Manager des Hedge-Fonds Galleon Raj Rajaratnam wegen illegalen Insider-Handels die Handschellen. Während Madoff ganz klar aus reiner Geldgier gehandelt haben dürfte, liegen die Motive im aktuellen Fall im Dunkeln. Denn:

Als Milliardär hätte Rajaratnam es eigentlich nicht nötig gehabt, wegen vergleichsweise lächerlichen 20 Millionen Dollar – soviel soll der Galleon-Chef über illegale Aktiengeschäfte ergaunert haben – bis zu 20 Jahre Gefängnis zu riskieren. Doch manche Menschen scheinen ab einem gewissen Zeitpunkt nicht nur Anstand, sondern auch Maß und Ziel zu verlieren. „Ich will gewinnen – jeden Tag“, lautete die lapidare Erklärung des über sich selbst gestolperten Delinquenten. Die Ironie der Geschichte:

Unterm Strich soll Rajaratnam bei seinen illegalen Transaktionen sogar Verluste gemacht haben. So brachte allein ein einziger schiefgegangener Insider-Deal mit Aktien des Chip-Produzenten AMD 30 Millionen Dollar Miese. Dennoch dürfte dies dem Hedgefonds-Manager wenig nützen, denn der Tatbestand bleibt unabhängig von Erfolg oder Misserfolg der selbe – mit den gleichen strafrechtlichen Konsequenzen. Bitter wird der angeblich größte Wall-Street-Insider-Skandal für den Galleon-Fonds, dem jetzt Anlegergelder in Milliardenhöhe abhanden kommen. Und auch an der Madoff-Front reißen die Schlagzeilen nicht ab. Konkret:

Neben immer mehr pikanten Details über Madoffs Vorliebe für Damen des horizontalen Gewerbes geraten renommierte Banken und Wirtschaftsprüfer ins Visier der Ermittler. Nach bisherigem Wissensstand soll die Kontrolle in dem mit einem Schaden von 65 Milliarden Dollar größten Kapitalanlagebetrug aller Zeiten auf allen Linien versagt haben. Diese Fälle zeigen erneut:

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Mit besten Empfehlungen

Ihr

Thomas Driendl

 
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