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Nixons Lektion: Geld vergeht, Gold bleibt

Montag, 04.10.21 08:58
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

vor einem halben Jahrhundert setzte der damalige US-Präsident Richard Nixon mit einem Federstrich der über lange Zeit geltenden Bindung des Dollars an Gold ein jähes Ende. Die Entscheidung vom 15. August 1971 ging als „Nixon-Schock“ in die Annalen der Geschichte ein und bedeutete einen Dammbruch für die weitere Geld- und Wirtschaftspolitik rund um den Globus.

Bis zu diesem Zeitpunkt war der US-Dollar die weltweite Ankerwährung, wobei sich die USA nach dem Bretton-Woods-System von 1944 verpflichteten, den Dollar jederzeit in Gold einzutauschen. Der Wechselkurs wurde dabei auf 35 Dollar je Feinunze festgesetzt. Entsprechend gigantisch waren die dafür nötigen Goldreserven, die im legendären Fort Knox im US-Bundesstaat Kentucky lagern. So verfügten die USA gegen Ende des Zweiten Weltkriegs über Goldbestände von 574 Millionen Unzen (rund 16273 Tonnen). Das war mehr als die Hälfte der gesamten Goldreserven aller Notenbanken der Welt.

Zweifel am goldgedeckten Dollar



Doch im Zuge der boomenden Weltwirtschaft in den 1950er- und 1960er-Jahren sowie der teuren Kriege in Vietnam und Korea hatten sich die USA finanziell übernommen und dabei im Verhältnis zu den vorhandenen Goldreserven zu viele Dollar in Umlauf gebracht. Dadurch wurde das Vertrauen in den (zumindest teilweise) goldgedeckten Greenback erschüttert, und es drohte ein Ausverkauf der zwar immensen aber doch begrenzten US-Goldreserven, weshalb Nixons Entscheidung, die Goldbindung des Dollars endgültig aufzuheben unvermeidlich war, aber gleichzeitig eine Zäsur im Geldsystem bedeutete. Denn:

Damit fiel der Startschuss für die Ära der ungedeckten Währungen, in der die Ausweitung der Geldmenge theoretisch bis unendlich möglich ist. Für das bis heute bestehende Geldsystem wurde der Begriff des „Fiat-Gelds“ (von lat. „fiat“ = „es werde) geprägt, wobei der Wert des Geldes nur noch auf einem bloßen Zahlungsversprechen immer noch höher verschuldeter Staaten beruht. Bequem für Regierungen, aber mit fatalen Auswirkungen für das Geldvermögen der Bürger. Denn:

Die umlaufende Geldmenge wurde und wird seitdem von den Notenbanken rund um den Globus ins Unermessliche ausgedehnt, wobei nach jeder Krise ein sprunghafter Anstieg auf neue Rekordhöhen verzeichnet werden kann. So hat sich die Geldmenge M2 (Bargeld + Sichteinlagen + kurzfristige Spar- und Termineinlagen) in den USA allein vom Beginn der Coronavirus-Krise (Februar 2020) bis September 2021 um 36% auf 21 Billionen Dollar erhöht. Und seit dem Nixon-Schock 1971 wurde die US-Geldmenge M2 sogar um das 30-Fache erhöht, während das BIP in den USA im gleichen Zeitraum nur um das 13-Fache wuchs.

Geld verliert an Wert



Die Folge ist ein dramatischer Wertverlust des „Fiat-Geldes“. So war 1971 für 35 Dollar eine Unze Gold zu bekommen. 2021 müssen für die gleiche Menge Gold schon 1755 Dollar hingelegt werden. Anders gerechnet konnten zu Richard Nixons Zeiten 10.000 Dollar in 286 Unzen Gold eingetauscht werden. Heute gibt es für diesen Betrag nur noch knapp sechs Unzen des gelben Edelmetalls. Das bedeutet einen realen Wertverlust des Dollars gegenüber Gold von rund 98 Prozent. Das heißt:

Die exzessive und willkürliche Ausdehnung der Geldmenge samt der damit verbundenen Geldentwertung ist systembedingt und gewollt. Dagegen ist und bleibt Gold ein sicherer Hafen, der zwar kurzfristigen Schwankungen unterliegen mag, aber als Krisenwährung par excellence gilt und für langfristige Wertbeständigkeit steht. Denn Gold ist selten, nicht beliebig vermehrbar und praktisch unzerstörbar. Entsprechend wird Gold seit Menschengedenken rund um den Globus in allen Kulturkreisen als Wertaufbewahrungs- bzw. Zahlungsmittel und vor allem wirksamer Schutz gegen die fortschreitende Inflation geschätzt. Daher:

Gerade in Zeiten exzessivster Geldschöpfung der Staaten sollte Gold – neben Investments in Qualitätsaktien wie den Champions aus dem boerse.de-Aktienbriefin jeder vernünftigen Asset-Allocation eine entsprechende Rolle spielen. Dafür bietet sich bspw. unser boerse.de-Gold-ETC (WKN: TMG0LD) an, der mit physischem Responsible-Gold unterlegt ist und so einfach wie eine Aktie an der Börse Stuttgart geordert werden kann. Übrigens wird das physische Gold bei Ausübung in Form der wunderschönen boerse.de-Goldmünzen jederzeit ausgeliefert. Alle Informationen zum boerse.de-Gold-ETC und den boerse.de-Goldmünzen finden Sie unter www.boerse-gold.de.

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Thomas Driendl
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