Marktübersicht

Sturmfest und Erdverwachsen

Montag, 16.08.21 14:54
... das warn die Niedersachsen. Das Lied aus der Gegend, aus der ich stamme, wird häufig als inoffizielle Hymne des Landes Niedersachsen angesehen. Verfasst und komponiert wurde es vermutlich um 1926 von Hermann Grote.
 
Dahinter verbirgt sich eine Art Grundtypus Mensch, die dem Anleger an den Kapitalmärkten auch nicht schlecht zu Gesicht stehen würde.
 
Um nach der Rückkehr aus dem Urlaub keine böse Überraschung zu erleben, sollten zumindest kurz- und mittelfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger Vorkehrungen treffen und sich gegen größere Kursverluste absichern. Besonders gut geeignet sind hierfür Put-Optionsscheine, die etwas weiter aus dem Geld liegen („out of the money“).
Diese Produkte haben den Charakter einer „Versicherungspolice mit Selbstbeteiligung“. Leichte Rücksetzer im Schein und natürlich die Optionsprämie trägt der Anleger. Geht es aber stärker nach unten, gewinnen die Verkaufsoptionsscheine entsprechend an Wert und gleichen damit – je nach Umfang der Absicherung – zumindest einen großen Teil der Aktienverluste aus. Dabeibleiben – und hierin liegt ein großer Vorteil von Optionsscheinen – die vollen Kurschancen des Depots selbst erhalten.
                                                                                                                               
Da Optionsscheine, die nicht weit im Geld liegen, am Ende der Laufzeit bei ansonsten unveränderten Bedingungen relativ stark an Wert verlieren (Zeitwertverlust), sollte die Fälligkeit der Papiere keineswegs auf das Urlaubsende oder nur wenige Tage später fallen. Sinnvoll ist es vielmehr, eine Laufzeit zu wählen, die frühestens ein bis zwei Monate nach der Rückkehr ins „normale Leben“ endet. Dann bleibt auch Zeit, sich wieder zu orientieren und gut erholt die weitere Aktienanlagestrategie zu überdenken.
 
Anlegerinnen und Anleger, die sich hier einlesen wollen und ein vertiefendes Verständnis für die Produkte und die Herangehensweisen entwickeln wollen, empfiehlt sich unter anderem eine beachtenswerte Studie: "Hebelzertifikate und Optionsscheine: Handelsmotive und Performance"(2020). Darin werden die Motive deutscher Privatanleger beim Handel mit Hebelprodukten sowie die von ihnen erzielten Renditen untersucht. So wurden Anlegerinnen und Anleger nach ihren Handelsmotiven in drei Kategorien unterteilt: Hedger (24,4 Prozent), Strategischer Hedger (44,2 Prozent) und Spekulant (31,4 Prozent). Die unterschiedlichen Strategien der Anlegerinnen und Anleger zeigen sich auch in der Performance.
Die Studie finden Sie hier.



Lars Brandau ist seit Gründung des Deutschen Derivate Verbands (DDV) Geschäftsführer und vertritt den DDV auch in den Arbeitsgruppen des europäischen Dachverbands EUSIPA. Der...
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