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Kolumne08:00 03.09.17

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

Warren Buffett, Apple und die Faszination Börse

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

mich fasziniert an der Börse, dass es viele Wege gibt, die zum Erfolg führen. Wie wir Ihnen an unserem 10. Rosenheimer Börsentag im Oktober (Info) wieder zeigen werden, ist unser Weg die technische Analyse, was bedeutet, dass wir uns allein auf die Kurse konzentrieren, konkret auf die Analyse der Kursverläufe. Denn:

Es ist nur der Kursverlauf, der den Unterschied zwischen Gewinner-Aktien und Verlierer-Aktien ausmacht. Deshalb identifizieren wir über historische Kursverläufe zigtausender Titel die 100 langfristig erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt, die gegenüber alle anderen Aktiengruppen mit einer massiven Outperformance überzeugen. So haben unsere 100 Champions in den vergangenen zehn Jahren beispielsweise 281% gewonnen, die 30 Werte aus dem Dow Jones aber nur 134% und Dax-Titel sogar lediglich 60%. Doch ein solches Buy-and-hold empfehlen wir Ihnen nur für das Fundament Ihres Depots, das aus den Top-Defensiv-Champions bzw. dem BCDI bestehen sollte. Von diesen Investments zum Vererben abgesehen, geben uns die aktuellen Kursentwicklungen vor, wann Transaktionen anstehen. Konkret:

Um in der Hausse massiv investiert zu sein und in der Baisse eine möglichst hohe Kasse zu halten, lassen wir die Quote der Champions im Aufwärtstrend (also über dem GD200) über die Portfolio-Investitionsquote entscheiden, denn der Champions-Oszillator zeigt Ihnen stets, ob Sie gerade über- oder unterinvestiert sind. Der (negative) Abstand Ihrer Depottitel zum jeweiligen GD200 gibt schließlich die Reihenfolge der Verkaufskandidaten vor mit dem Ziel, die gerade stärksten und damit rentabelsten Champions so lange wie möglich im Portfolio zu behalten.

Ein idealtypisches Champions-Depot sollte nach Branchen sowie Ländern diversifiziert sein, und für die Gewichtung liefert wiederum der Pool aller 100 Champions die Vorlage. Wie das genau funktioniert, erklären wir in der Depot-Analyse jeder Ausgabe, wobei Sie als Aktienbrief-Leser jährlich einen ausführlichen Depot-Check anfordern können. Zurück zum Eingangsthema:

Für einen Warren Buffett spielen Kurshistorien oder die 200-Tage-Linie natürlich überhaupt keine Rolle. Die Investment-Legende investiert streng nach fundamentalen (Value-)Kriterien und kommt dennoch (hin und wieder) auf die gleichen Favoriten wie wir. So hat Buffett beispielsweise nach ersten Käufen 2016 sein Engagement in Apple im ersten Quartal 2017 verdoppelt, womit das Kultunternehmen zur drittgrößten Aktienposition des Berkshire-Hathaway-Portfolios wurde. Auch für uns ist Apple nicht irgendein, sondern der am vierthäufigsten im Aktienbrief empfohlene Champion. Seit der ersten Aufnahme in ein Basis-Depot 2006 hat Apple sagenhafte 1546% gewonnen, und im Mittel errechnet sich für unsere 30 Empfehlungen ein Kursplus von stolzen 330%.

Und während eine ganze Industrie davon, lebt die Auswirkungen der Einführung des neuen iPhone 8 auf den Aktienkurs zu diskutieren, werden in Omaha wie in Rosenheim nur die Fakten betrachtet – aus völlig unterschiedlichen Blickwinkeln. Genau das macht die Börse so faszinierend!

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief

PS: Mit bislang 35 Empfehlungen seit 2002 haben wir übrigens Nestlé am häufigsten im boerse.de-Aktienbrief zum Kauf gestellt (Kursgewinn durchschnittlich 117%). Denn der Defensiv-Champion ist das Paradebeispiel für unsere Anlagestrategie im BCDI. Kaufen, Halten, Vererben!