Wohin mit dem Geld für die Zukunft?

Mittwoch, 25.08.21 10:24
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

jüngst bekam ich wieder einmal eine Werbung eines Finanzdienstleisters zugesandt. Es ging um Altersvorsorge und um ein Produkt, das in Deutschland seit Jahren für Gesprächsstoff sorgt. Die klassische Lebensversicherung. Sie wissen:

Diese war über viele Jahrzehnte für einen Großteil der Deutschen eigentlich automatisch die erste Wahl, wenn es um das Thema Geldanlage ging. Ich erinnere mich noch an meine Kindheit, als der Vertreter eines großen deutschen Versicherers im Wohnzimmer bei uns saß und mein Vater eine Lebensversicherung abschloss. Neben dem Sparbuch und dem Tagesgeldkonto war eine Lebensversicherung der Standard – eine Art Sparvertrag auf Versicherungsbasis. Und heute?

Da lesen wir in der Werbung Sätze wie beispielsweise „Die kapitalbildende Lebensversicherung der Versicherung XY baut Ihr Vermögen gezielt und mit garantierter Verzinsung auf. Durch die Überschussbeteiligung liegt die wirkliche Ablaufleistung in der Regel weit über der vereinbarten Versicherungssumme.“ Das klingt ja erst einmal super. Der Begriff „Vermögen“ in Verbindung mit „garantierter Verzinsung“ – das hat schon was von Sicherheit. Und genau die lieben ja die Deutschen bei Finanzprodukten sehr. Wenn wir jedoch hinter die Fassade der Kapitallebensversicherungen schauen, dann zeigt sich ein ganz anderes – ein marodes – Bild. Im Detail:

Eine klassische Kapitallebensversicherung war vor 40 Jahren als langfristiges Sparprodukt gedacht, das zum größten Teil der Altersvorsorge dienen sollte. Der Sparer zahlte Monat für Monat einen bestimmten Betrag in eine Kapitallebensversicherung ein und nach zwölf Jahren Laufzeit waren die Erträge daraus sogar steuerfrei. Die Rendite stimmte in den 1970er- und 1980er-Jahren für ein solches Produkt auch noch, es gab Zinssätze von vier, fünf oder sogar noch mehr Prozent. Heute ist das nicht mehr Realität. Denn:

Die Entwicklung des gesetzlichen Garantiezinses zeigt seit Mitte der 1990er-Jahre kontinuierlich nach unten. Aktuell gibt es 0,9 Prozent, ab nächstem Jahr sollen es gar nur noch 0,25 Prozent sein. Die Kapitallebensversicherung hat wohl für (junge) Menschen, die langfristig Geld investieren und abgesichert sein wollen, ausgedient. Auf den Punkt gebracht: Das Produkt lohnt sich in vielen Fällen nicht, vor allem bei neueren Verträgen. Dennoch kann jeder sehr einfach eine erfolgreiche Altersvorsorge betreiben. Konkret:

Anleger, wie Sie und ich, setzen sich hier mit Aktien und Fonds als einem wichtigen Baustein für den Vermögensaufbau auseinander. Nicht mit „irgendwelchen“, sondern nur mit solchen, bei denen nachweislich die Anlagequalität stimmt – in Rosenheim sind das die sogenannten Vermögensaufbau-Champions und die zwei boerse.de-Fonds. Ein kleiner Gedankengang dazu:

Bevor Sie weiterhin jahrelang, Monat für Monat, eine bestimmte Summe in einen Vertrag einer Kapitallebensversicherung einzahlen, um am Ende eine klägliche Rendite wegen eines immer winzigeren gesetzlichen Garantiezinses zu erhalten, überprüfen Sie doch einmal, inwieweit Sie diese Beiträge reduzieren oder gar den Vertrag (ohne dadurch versicherungstechnisch Probleme zu haben) ganz beitragsfrei stellen können.

Das dadurch freigewordene monatliche Kapital könnte dann ganz einfach mithilfe eines Sparplans in einen der beiden boerse.de-Fonds fließen, deren transparente Anlagestrategie jederzeit für jeden Sparer nachvollziehbar ist. Denn letztlich wollen Sie ja mit Ihrem Geld am Ende das Beste für sich und Ihre Familie rausholen sowie den persönlichen Vermögensaufbau langfristig sichern ...

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg und Spaß bei der Geldanlage
Ihr

Christoph A. Scherbaum
Finanzjournalist und Börsen-Fan

Christoph A. Scherbaum (Jahrgang 1975) ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Der studierte Politikwissenschaftler ist seit über 20 Jahren Wirtschafts- und Finanzjournalist. Sein...


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