Champions identifizieren mit der Performance-Analyse

Entscheidend für den langfristigen Erfolg an der Börse ist die Auswahl der richtigen Aktien. Dabei gilt es, aus weltweit tausenden von Titeln die Verliereraktien auszusortieren und jene herauszufiltern, die das eingesetzte Kapital dauerhaft vermehren. Genau hierfür wurde in den Jahren 2001/2002 die Performance-Analyse entwickelt, mit der die langfristigen Kursentwicklungen statistisch ausgewertet werden.

Das Hauptaugenmerk gilt dabei den Aktien, die sich seit mindestens zehn Jahren durch überdurchschnittliche Kursgewinne und unterdurchschnittliche Rückschläge auszeichnen. Diese Aktien, die den Grundstock jedes Anlegerdepots bilden sollten, erhalten vom boerse.de-Aktienbrief das Prädikat „Champion“. Seit 2002 gibt es den boerse.de-Aktienbrief, der sich ausschließlich mit solchen Champions-Aktien beschäftigt. Die drei wichtigsten Kennzahlen des Auswahlverfahrens der Performance-Analyse sind geoPAK10, Gewinn-Konstanz und Verlust-Ratio. Zur Berechnung:

geoPAK10 als Ertragskennziffer

Als erste Ertragskennziffer wird die geometrische Rendite verwendet. Die geoPAK10 ist die Abkürzung für die geometrische Per Annum Kursentwicklung der vergangenen 10 Jahre, d.h. diese Kennzahl gibt die Höhe der durchschnittlichen Kursrendite pro Jahr für die vergangenen zehn Jahre an.

Zur Berechnung der geoPAK sind unabhängig vom Beobachtungszeitraum also grundsätzlich nur zwei Kursdaten erforderlich — der Anfangskurs und der aktuelle Kurs. Um jedoch erratische Ausschläge der Renditen zu vermeiden, die allein auf den monatlichen Kursveränderungen von vor zehn Jahren beruhen, verwenden wir als Anfangskurs den Durchschnittskurs der ersten zwölf Monate. Da nur der Anfangskurs und der Durchschnittskurs der ersten zwölf Monate berücksichtigt werden, wird die Renditeberechnung völlig unabhängig von allen dazwischenliegenden Notierungen. Das ist auch richtig so, denn auch für den Anleger ist es bei der Renditeberechnung völlig unerheblich, ob sein Investment zwischenzeitlich weit im Plus oder Minus war. Entscheidend ist nur das Verhältnis zwischen dem ursprünglichen Einstandskurs und dem Kurs, der aktuell an der Börse realisiert werden könnte.

Gewinn-Konstanz als Ertragskennziffer

Mithilfe der Performance-Kennzahl Gewinn-Konstanz (GK) wird die Häufigkeit gemessen, mit der eine Anlage zu beliebigen Zeitpunkten in der Vergangenheit auf Monatsbasis positive Kursrenditen erwirtschaftet hätte. Die Gewinn-Konstanz errechnet sich aus der Anzahl der positiven Monats-Performances dividiert durch die Anzahl aller Monats-Performances. Bei einem Betrachtungszeitraum von 120 Monaten ergeben sich dabei 7140 mögliche Rendite-Szenarien.

Verlust-Ratio als Risikokennziffer

Um die Qualität einer Anlage einschätzen zu können, muss die Gewinnperspektive mit dem damit verbundenen Anlagerisiko ins Verhältnis gesetzt werden. Um das Risiko einer Aktie zu quantifizieren, wurde die Kennzahl Verlust-Ratio entwickelt. Zur Erklärung:

Wer den abstrakten Begriff „Risiko“ aufschlüsseln möchte, stellt sich zwei Fragen: Mit welcher Wahrscheinlichkeit tritt ein Verlust ein und — wenn der Verlust eintritt — mit welchem durchschnittlichen Ausmaß muss gerechnet werden? Innerhalb der Performance-Analyse werden für diese Kernfragen zwei Kennzahlen errechnet, die miteinander multipliziert werden und so die Verlust-Ratio einer Anlage ergeben. Die Verlust-Ratio setzt also die Wahrscheinlichkeit eines Kursverlustes mit dem gewichteten Durchschnittsverlust ins Verhältnis. Dabei gilt, je höher die Verlust-Ratio ausfällt, desto höher ist auch das Anlagerisiko und umgekehrt.

Alle Formeln der Performance-Analyse sowie ausführliche Hintergrunderklärungen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des boerse.de-Aktienbrief, und Sie sind herzlich eingeladen, Ihr kostenloses Exemplar hier herunterzuladen.


Ihnen gefällt dieser Artikel? Teilen Sie Ihn einfach mit Ihren Freunden!

Grundlagen der Aktienanlage

Das 3-Säulen-Erfolgsmodell

überlassen Sie bei Ihren Investments nichts dem Zufall! Der boerse.de-Aktienbrief führt Sie mit...

Asset-Allocation – So funktioniert Vermögensaufteilung

Was ist Asset-Allocation Der Begriff Asset-Allocation(dt. Anlageaufteilung) beschreibt die Aufteilung...

Warum der Dax auf 100.000 Punkte steigt

Als Kernprognose in „Das Börsenbuch“ (hier können Sie völlig kostenlos eine...

Champions identifizieren mit der Performance-Analyse

Entscheidend für den langfristigen Erfolg an der Börse ist die Auswahl der richtigen Aktien....

Champions kaufen und verkaufen mit der Timing-Strategie

Einstiegsstrategie: Nicht jeder Tag ist Kauftag! Die Gewinnchancen der Champions aus dem...

Daran erkennen Sie defensive Aktien

Die Qualität einer Aktie lässt sich am besten im Chartverlauf ablesen. Denn in den Aktienkurs...

Money-Management mit dem Champions-Oszillator

Aktienbrief-Strategie: Investitionsquote steuern! Neben der Aktienauswahl ist ein weiterer entscheidender...

Der Weg zur Börsenmillion: Schon mit 10 Euro durchstarten

Eine Million Euro – der Traum zahlreicher Anleger. Für Viele verkörpert diese Zahl eine...

Diversifikation – Die richtige Taktik für Ihr Portfolio

Der Fachbegriff Diversifikation steht für den Gedanke, dass das Kapital über verschiedene...

Aktienmärkte gewinnen 9% p.a.

Die Deutschen gelten im internationalen Vergleich als fleißige Sparer. Gleichzeitig wird dieses Geld auf...

Geld anlegen ist mehr als Sparen

Die Deutschen gelten weithin als Sparweltmeister. Regelmäßig werden Studien zum Geldvermögen und...

Warum defensive Investments alle anderen schlagen

Eine bekannte Börsenweisheit besagt, Anleger sollen Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen. Doch...

Vermögensaufbau leicht gemacht

Bild mit Münzstapel
So funktioniert erfolgreicher Vermögensaufbau. Auf unserer Themenseite "Aktien-Anlage" erfahren Sie alles was Sie zum Thema Geldanlage wissen müssen.
© 1994-2018 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr