Money-Management mit dem Champions-Oszillator

Aktienbrief-Strategie: Investitionsquote steuern!


Neben der Aktienauswahl ist ein weiterer entscheidender Erfolgsfaktor beim Vermögensaufbau an der Börse das Money Management, also die Steuerung des Kapitaleinsatzes und damit des Risikos. Denn selbst die besten Aktien der Welt können zwischenzeitlich konsolidieren, wenn sich bspw. die Märkte im Crash-Modus befinden. Deshalb gilt es, in den Börsen-Schwächephasen ein dickes Cash-Polster zu halten, womit mögliche Kursverluste begrenzt bzw. sogar vermieden werden. Geht es an den Märkten dagegen auf breiter Front nach oben, empfiehlt es sich, möglichst hoch in Aktien investiert zu sein, um vom Börsenaufschwung maximal zu profitieren.

Als Hilfsmittel zur Ermittlung der jeweils optimalen Investitionsquote wurde der Champions-Oszillator entwickelt. Dieser Indikator misst den Anteil der Champions, die über ihren 200-Tage-Linien notieren und schwankt folglich in einer Bandbreite zwischen 0% und 100%. Die Funktionsweise:



Ein steigender Oszillator deutet bspw. darauf hin, dass immer mehr Champions in den Aufwärtstrend wechseln und die Aufwärtsbewegungen dadurch an Breite gewinnen. Als Zeichen einer stabilen Hausse erwies sich in der Vergangenheit das überbieten der 80%-Marke. Ein rückläufiger Indikator wiederum zeigt zunehmende Abwärtstrendwechsel an. Dabei sind steigende Aktienindizes und ein gleichzeitig fallender Champions-Oszillator stets als Warnhinweis für eine mögliche Trendwende zu werten. Zur Umsetzung:

Der Champions-Oszillator signalisiert, welcher Anteil des Anlagekapitals idealerweise in Champions investiert sein sollte, wobei sich eine 1:1-Umsetzung empfiehlt. Dementsprechend sollten Sie bei einem Oszillatorwert von 80% mit 80% investiert sein und 20% Cash halten. Das bedeutet in der Praxis:

In der Super-Hausse der 90er-Jahre war der Champions-Oszillator in der Spitze bis auf 100% gestiegen, sodass die Gewinne mit dem maximalen Kapitaleinsatz ausgereizt wurden. Ab Mai 1999 wurden dann sukzessive Gewinnmitnahmen angezeigt, wobei die Investitionsquote in der Jahrhundert-Baisse zwischenzeitlich sogar auf nur noch 2% zurückgefahren worden ist. Anschließend fiel im März 2003 der Startschuss zum breit angelegten Wiedereinstieg.

Ab Mitte 2007 signalisierte der Champions-Oszillator wiederum Gewinnmitnahmen. Dabei wurden die Einsätze insbesondere 2008 massivst zurückgefahren. Bis ins Frühjahr 2009 hinein lag die Investitionsquote bei maximal 10%. Erst Ende März/Anfang April begann der Champions-Ozsillator wieder zu klettern. Peu à peu wies der Indikator eine Erhöhung der Engagements aus und erreichte im Herbst bereits wieder die 90%-Marke.

Im Jahr 2011 standen dann erneut umfangreiche Gewinnmitnahmen an, wobei der Champions-Oszillator im August ein Zwei-Jahres-Tief bei 9% markierte.

Ebenso signalisierte der Champions-Oszillator bspw. in der 2016er-Konsolidierung eine Reduzierung der Investitionsquote auf im Tief nur noch 19% im Januar. Mit einer konsequenten Umsetzung all dieser Signale konnten Anleger also die zwischenzeitlichen Börsen-Korrekturen ganz entspannt von der Seitenline aus verfolgen und schärfere Depot-Rücksetzer vermeiden. Sie sehen:

Erfolgreiche Langfristanlage ist mehr als "Kaufen und liegen lassen". Lesen Sie den boerse.de-Aktienbrief deshalb am besten noch heute, um zu erfahren, welche Investitionsquote wir Ihnen aktuell empfehlen. Als Besucher von boerse.de haben Sie hier die Möglichkeit, Ihr persönliches Exemplar kostenlos herunterzuladen.


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