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Richtige Charteinstellung: Arithmetisch oder Logarithmisch?

Grundsätzlich können Kurs-Charts entweder arithmetisch (linear) oder logarithmisch skaliert angezeigt werden. Besonders bei der Einzeichnung von Trendgeraden kann es, aufgrund der unterschiedlichen Darstellung, zu deutlichen Abweichungen kommen. Während bei der linearen Variante die Skalierung der vertikalen Achse in gleichgroßen absoluten Abständen erfolgt – beispielsweise in Tausenderschritten –, bilden logarithmische Charts prozentuale Veränderungen ab. Konkret:
 

Die beiden nachfolgenden Abbildungen zeigen den Dax seit dem Jahr 1990. Die obere Darstellung ist mit arithmetischer Skalierung und die untere mit logarithmischem Maßstab. Bereits in der Gitterstruktur ist der Unterschied feststellbar. Denn im arithmetischen Chart ist der Abstand zwischen 1000 und 2000 Punkte genauso groß wie zwischen 10.000 und 11.000 Punkte. Doch während der 1000-Punkte-Anstieg im ersten Fall einer Verdoppelung entspricht, ist es im zweiten Fall „nur“ ein Kurssprung um 10 Prozent.
 

Genau dieser Unterschied kommt in logarithmischen Charts zur Geltung. Als Faustregel gilt deshalb: Je länger der Zeitraum und je stärker die Kursschwankungen innerhalb dieses Zeitraumes sind, umso mehr empfiehlt sich die Verwendung einer logarithmischen Skalierung. 

 

Richtige Charteinstellung: Dax mit arithmetischer Skalierung

 

 

Richtige Charteinstellung: Dax mit logarithmischer Skalierung

 



In der Regel sind logarithmische Charts besser zu analysieren. Deshalb nutzen die Trendbrief-Redakteure hauptsächlich logarithmische Charts. Auch bei den Charts von Champions-Aktien (weitere Infos im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick) wird der logarithmische Maßstab verwendet.

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