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Was ist ein Optionsschein?

Optionsscheine stellen die Klassiker unter den Hebelprodukten für Privatanleger dar. Der Reiz liegt in der Hebelwirkung, womit überdurchschnittlich von den Bewegungen eines Basiswertes (Aktie, Index, Rohstoff, Währung oder Anleihe) profitiert werden kann. Mit vergleichsweise wenig Kapitaleinsatz sind also hohe Gewinne möglich. Allerdings wirkt der Hebel auch in die andere Richtung, sodass bei ungünstiger Entwicklung überproportionale Verluste entstehen können.

Um beim Optionsschein-Trading die Verluste klein zu halten und die Gewinne zu maximieren, sollten Sie deshalb mit einer durchdachten Strategie unterwegs sein. In der Praxis seit 1988 bewährt, ist die Trendbrief-Trendfolge-Strategie, die in allen Märkten nachweislich erfolgreich funktioniert. Doch was steckt eigentlich hinter einem Optionsschein? Konkret:

Was ist ein Optionsschein? – Definition


Grundsätzlich handelt es sich bei einem Optionsschein um die handelbare Form eines Rechts. Dies unterscheidet einen Optionsschein von einer Aktie. Denn Aktien sind, im Gegensatz zu Optionsscheinen, Beteiligungen am Produktivvermögen (weitere Informationen zu Aktien als erfolgsversprechende Geldanlage erhalten Sie im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick). Die umfassende Definition von Optionsscheinen lautet wie folgt:

Ein Optionsschein berechtigt den Inhaber einen bestimmten Basiswert, zu einem bestimmten Basispreis, in einem bestimmten Bezugsverhältnis und innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu kaufen („Call“) oder zu verkaufen („Put“).

Was ist ein Optionsschein? – Merkmale von Optionsscheinen


Aus der Definition wird deutlich, dass ein Optionsschein vier Charakteristika aufweist. Der Basiswert legt fest, ob sich der Optionsschein auf einen Index, eine Aktie, einen Rohstoff, eine Devise oder eine Anleihe bezieht. Der Basispreis, häufig auch Ausübungspreis genannt, ist der Preis, zu dem der Optionsscheinkäufer den Basiswert kaufen oder verkaufen kann. Das Bezugsverhältnis gibt an, wie viele Optionsscheine notwendig sind, um das Recht ausüben zu können. Ein Bezugsverhältnis von 100:1 drückt beispielsweise aus, dass 100 Optionsscheine notwendig sind, um eine Aktie als Basiswert erwerben zu können.

Die Ausübung kann auf physischem Wege oder per Barausgleich erfolgen. Physisch bedeutet, dass der Optionsscheinbesitzer zum Beispiel tatsächlich Aktien geliefert bekommt. Aufgrund der einfacheren Handhabung, vor allem bei Indizes oder Rohstoffen, hat sich der Barausgleich durchgesetzt. In diesem Fall wird bei Ausübung der Option ganz einfach der Differenzbetrag des Optionsscheins ausbezahlt.

Als viertes Kriterium eines Optionsscheins definiert die Laufzeit die zeitliche Begrenzung des Rechts. In diesem Zusammenhang gilt es, zwischen Optionsscheinen europäischer und amerikanischer Art zu differenzieren. Während Optionsscheine europäischer Art nur am Ende der Laufzeit ausübbar sind, können Optionsscheine amerikanischer Art jederzeit während der Laufzeit ausgeübt werden.

Bevor Sie mit einem richtigen Wertpapierkonto starten und echtes Geld investieren, lohnt es sich, mit Spielgeld erste Erfahrungen zu sammeln. Dafür eignet sich ein virtuelles Wertpapierdepot. In so einem Depot können Sie Ihr Geschick mit Zertifikaten und Optionsscheinen testen. Auf boerse.de finden Sie diese Möglichkeit im boerse.de-Aktienclub (BAC), in dem bereits mehr als 90.000 Mitglieder von diesem kostenlosen Service profitieren.

In den beiden nächsten Beiträgen erfahren Sie, wie ein Call-Optionsschein respektive ein Put-Optionsschein beispielhaft funktioniert.


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