Euwax Trends am Nachmittag: Chicagoer Einkaufsmanagerindex besser als erwartet - Emission italienischer Anleihen gut gelaufen

Donnerstag, 29.12.11 16:47
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Nachdem bereits die gestrige Emission kurzlaufender italienischer Anleihen gut angekommen war, verlief auch die heutige Auktion langlaufender Bonds scheinbar reibungslos. Dies ist insgesamt erfreulich. Positiv zu bewerten ist vor allem der Rückgang der Renditen. Italien hat heute etwas mehr als sieben Milliarden Euro über verschiedene Laufzeiten aufgenommen. Geplant war ein Volumen von fünf bis zu 8,5 Milliarden Euro. Die Rendite der dreijährigen Anleihen ging gegenüber der Auktion im November von 7,89 auf 5,62 Prozent zurück. Bei den zehnjährigen sank sie von 7,56 auf 6,98 Prozent.

 

Am Nachmittag wurde dann der Konjunkturindex der Chicagoer Einkaufsmanager für den Monat Dezember veröffentlicht. Dieser liegt mit 62,5 Punkten über den Erwartungen der Analysten, die durchschnittlich mit 61,0 Zählern gerechnet hatten.

 

Aber auch wenn die Börsianer dies alles beruhigt zur Kenntnis nehmen, gibt es am Aktienmarkt kaum noch größere Aktivitäten. Die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr verläuft an den Finanzmärkten traditionell ruhig. Die Umsätze sind vergleichsweise niedrig, weil viele Marktteilnehmer ihre Bücher bereits geschlossen haben. Die meisten Anleger wollen ihre Positionen offensichtlich erst wieder am Jahresanfang umschichten.

 

Der DAX notierte am Nachmittag bei 5.790 Zählern mit 18 Punkten bzw. 0,3 Prozent im Plus. Der Dow-Jones-Index startete in New York mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent auf 12.230 Punkte gut behauptet in den Handelstag.

 

Beim Handel mit Hebelprodukten auf den DAX ist ein leichter Kaufüberhang bei Call-Optionsscheinen und Long-Zertifikaten zu beobachten. Der Euwax Sentiment Index lag am Nachmittag im Bereich von plus 20 Punkten. Allerdings sind auch hier die Umsätze in dieser Woche vergleichsweise niedrig.

 

Der Euro ist heute zum japanischen Yen auf 100,06 JPY und damit den niedrigsten Stand seit Juni 2001 gefallen. Am Nachmittag lag der Kurs dann bei 100,40 JPY. Als Begründung für den jüngsten Kursrückgang nannten Händler die Euro-Verkäufe japanischer Exporteure und Privatanleger. Zum US-Dollar war der Euro gestern unter die psychologisch wichtige Marke von 1,30 US-Dollar gerutscht. Und heute fiel er hier auf ein neues Jahrestief von 1,2858 US-Dollar. Aufgrund der geringen Umsätze sollten diese Bewegungen aber nicht überbewertet werden.



Quelle: boerse.de


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