Mittelstandsanleihen: Ist der Ruf erst einmal ruiniert...

Freitag, 28.03.14 08:47
Newsbild
Bildquelle: Fotolia

(boerse.de) - Der Markt für Mittelstandsanleihen muss schon wieder eine Pleite verkraften. Mit dem Schwarzwälder Maschinenbauer Rena meldete jüngst Unternehmen Nummer 15 Insolvenz an. Damit ist auch das letzte Unternehmen aus dem Solar-Bereich im Segment der Mittelstandsanleihen gescheitert! Doch letztlich ist diese Entwicklung keine Überraschung, denn:
 

Zumeist Geschäftsmodelle mit Schwierigkeiten
 

Das Segment ist weitaus spekulativer, als der Name verheißt. Wer den Begriff Mittelstandsanleihen zum ersten Mal hört, wird sofort an erfolgreiche Unternehmen denken, die von ihren Inhabern still und leise zu Weltmarktführern geführt wurden. Doch in Wahrheit täuscht der Name. Denn statt bayerischem Nischenplayer oder schwäbischen Welttüftlern finden sich unter dem Stichwort Mittelstandsanleihen zumeist Geschäftsmodelle mit Schwierigkeiten. Allen voran trifft dies auf problembeladene Unternehmen aus dem Segment der Erneuerbaren Energien zu.
 

Die Liste der Pleiten wird daher vor allem von solchen Unternehmen angeführt. Im Fall von Rena kam das Ende mit Schrecken aber nur bedingt unerwartet. Die Anleihekurse notierten schon lange weit unterhalb der 100 Prozent. Insofern kommt die Insolvenz, die durch die Schieflage einer Tochter ausgelöst wurde, kaum überraschend. Dennoch wirft die aktuelle Insolvenz ein abermaliges schlechtes Licht auf das Marktsegment der Mittelstandsanleihen.



Alles andere als „sichere Papiere“
 

Der Ruf der Mittelstandsanleihen hat jedoch nicht erst seit kurzem gelitten. Bereits von Anfang an gab es genügend Mahner, die angesichts der Unternehmensrisiken vor den vermeintlich „sicheren Papieren“ warnten. Und so kam es, wie es kommen musste - eine Mittelstandsanleihe nach der anderen sorgte für Negativschlagzeilen. Kein Wunder, denn von den bislang 119 eingeführten Mittelstandsanleihen wurde ein Sechstel bis heute notleidend.
 

Damit wird auch deutlich, dass die Anleihen bei weitem nicht so konservativ waren, wie ihr Namensbestandteil „Mittelstand“ verheißt, sondern eher dem spekulativen Bereich zuzuordnen waren. Glücklich, wer als Anleger diesen Investment-Versuchungen widerstehen konnte und sich stattdessen auf renditeträchtige und solide (Champions-)Aktien gestürzt hat.

P.S.: Dies ist ein Auszug aus dem kostenlosen Newsletter "Börsen-Ausblick", den Sie sich hier sofort sichern können... 

 



Quelle: boerse.de


Das atmende Portfolio für Boom und Krise!

Das Protect-Megatrend-Portfolio (PMP) kombiniert die drei faszinierendsten Anlageklassen in einem Depot: Technologie, Gold und Bitcoin - bereits ab 10.000 Euro.


Die komplette Asset Allocation in einem Depot!

myChampions100 bündelt 100 Champions-Aktien mit Gold und/oder Bitcoin zu einer umfassenden Gesamtlösung für den Vermögensaufbau - bereits ab 100.000 Euro.


Denn Vermögen braucht Regeln!

Einzelkontenverwaltungen nach den Strategien von Prof. Dr. Hubert Dichtl und Thomas Müller - ab 500.000 Euro.