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Kolumne17:56 03.04.13

Börsenexperte und Autor Thomas Müller

Bitte handeln Sie, um der Enteignung zuvorzukommen!

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

das kleine Zypern, das für 0,2% des EU-BIPs steht, ist dem Staatsbankrott zunächst einmal von der Schippe gesprungen, doch das Rettungsdesaster bedeutet einen (weiteren) Tabubruch. Denn Sparguthaben, die sowieso schon durch Inflation und künstlich niedrige Zinsen einer permanenten stillen Enteignung ausgesetzt sind, droht nun sogar die direkte Enteignung.

Dabei haben alle Arten von Notmaßnahmen natürlich die Schlagzeilen auf ihrer Seite, während in der finanziellen Repression vor allem deutsche Geldanleger von der negativen Realverzinsung an die Wand gedrückt werden. So hat „Die Welt“ untersucht, wie sich eine Anlage in Zwölf-Monats-Festgeld inklusive der Re-Investitionen seit 2008 entwickelt hätte. Das Ergebnis:

Deutsche Sparer hätten insgesamt nur 8% Zinsen vereinnahmt, sodass unter Berücksichtigung der offiziellen Inflation aus 10.000 Euro lediglich 10.100 Euro wurden. Im gleichen Zeitraum konnten zypriotische Sparer aber 31% Zinsen einnehmen und wären inflationsbereinigt bis heute auf 11.852 Euro gekommen. Also netto 18,52% Zinsertrag in Zypern vs. hierzulande 1%, sodass sich das Mitleid für den als Zwangsabgabe titulierten Diebstahl bei vornehmlich russischen Großanlegern in Grenzen hält ...

Wir haben nun mitbekommen, wie schnell die europäische Einlagensicherung ausgehebelt werden kann, und es hätte eigentlich nicht überraschen dürfen, wenn es darauf vor allem in Portugal, Spanien oder Italien zu einem panikartigen Banken-Run gekommen wäre. Dieser Systemkollaps ist vorerst abgewendet, doch denken Sie in diesem Zusammenhang daran:

Die Guthaben Ihrer Giro- oder Sparkonten sind genauso wie Tage- oder Festgelder lediglich Darlehen an Ihre Bank – mit Ihnen als Gläubiger und der Sie mit „Peanuts“ abspeisenden Bank als Ihrem Schuldner. Im Gegensatz dazu tritt die Bank bei Wertpapierdepots als reine Verwahrstelle auf, während Sie stets Eigentümer Ihrer Wertpapiere bleiben. Aktien sind also – anders als Bankeinlagen – nicht dem Insolvenzrisiko der Bank ausgesetzt, und das Gleiche gilt für den Inhalt Ihres Banktresors. Deshalb:

Die jüngsten Ereignisse – vor allem die Diskussionen, in denen auch Sparguthaben von weniger als 100.000 Euro im Feuer standen – haben gezeigt, wie schnell sich Versprechungen (die Einlagensicherung ist nichts weiter als ein ungedecktes Versprechen) in Luft auflösen können. Da uns allen am Tag „x“ die Hände gebunden sein werden, gilt es also, weit im Voraus die finanziellen Weichen zu stellen. Das heißt:

Ihr frei verfügbares Vermögen gehört ausschließlich in Sachwerte, wobei die denkbar besten Investments Top-Aktien bleiben (also Beteiligungen an Unternehmen mit langer Erfolgsbilanz und damit ohne Insolvenzrisiko), sowie in physisches und damit anonymes Gold als Geld. Unsere 100 Champions haben sich im ersten Quartal schon um durchschnittlich 6,9% verbessert, und Gold können Sie jetzt 3,6% günstiger einkaufen als zu Jahresbeginn. Bitte handeln Sie!

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief


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