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Co2 Emissionsrechte Profil
Mit dem Kyoto-Protokoll, das im Februar 2005 in Kraft trat, haben sich 34 Industrieländer (Ausnahmen: USA, Australien) verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen wie insbesondere Kohlendioxid bis 2012 um mindestens 5,2% zu reduzieren und damit das Niveau von 1990 (Basisjahr) zu unterschreiten. Für die Umsetzung dieser Zielvorgaben wurde ein marktwirtschaftliches Verfahren entwickelt, das den einzelnen Ländern eine bestimmte Anzahl von Emissionszertifikaten (Assigned Amount Units, kurz: AAU) zuteilt.
In Deutschland beispielsweise sind hiervon 2.400 Industrie-Unternehmen betroffen. Diese müssen für jede ausgestoßene Tonne Kohlendioxid eine entsprechende Genehmigung haben. Betriebe mit einem höheren Ausstoß sind verpflichtet, zusätzliche Emissionsrechte zu erwerben. Im Gegenzug können Gesellschaften, die weniger ausstoßen als genehmigt, ihre überzähligen Emissionsrechte veräußern.
Unternehmen, die bei einer Überschreitung des Grenzwertes nicht über die nötigen Emissionsrechte verfügen, werden mit Geldstrafen sanktioniert.
Gehandelt werden Emissionsrechte als Zertifikate an verschiedenen europäischen Börsen wie z.B. der European Energy Exchange in Leipzig oder der European Climate Exchange in Amsterdam. Um auch Privatanlegen den Handel mit CO2-Emissionsrechten zu ermöglichen, haben einige Banken Partizipations-Zertifikate emittiert. Deren Preise sind an entsprechende Terminmarkt-Kontrakte gekoppelt.