Eine Floating Rate Note (FRN) ist eine verzinsliche Anleihe, deren Zinssatz nicht festgeschrieben ist, sondern sich in regelmäßigen Abständen an einen Referenzzinssatz anpasst. Typische Benchmarks sind der Euribor oder der LIBOR (historisch), oft ergänzt um einen festen Aufschlag (Spread). Dadurch schwanken die Zinszahlungen einer Floating Rate Note mit dem Marktzinsniveau, was das Zinsänderungsrisiko für Anleger reduziert.
Der Zinssatz einer FRN wird meist alle 3 oder 6 Monate neu festgelegt. Wenn der zugrunde liegende Referenzzinssatz steigt, erhöht sich auch der Kupon der Anleihe. Sinkt der Referenzzins, reduziert sich entsprechend der Zinskupon.
Die Anpassung erfolgt nach einer klar definierten Formel, beispielsweise:
Zinskupon = Referenzzins + Spread
Der Spread bleibt während der gesamten Laufzeit unverändert und stellt die Risikoprämie des Emittenten dar. Durch diese flexible Struktur reagieren Floating Rate Notes sehr direkt auf Veränderungen des Zinsumfelds.
FRNs werden überwiegend von:
Renommierte Emittenten wie die Allianz treten gelegentlich als Anleiheherausgeber auf. Falls Aktieninvestments der Allianz interessant sind, finden Anleger Informationen zur Allianz-Aktie. (Verlinkung erfolgt nur einmal.)
FRNs werden in verschiedenen Varianten aufgelegt. Häufige Beispiele sind:
Insbesondere in Phasen steigender Zinsen – wie sie die Märkte immer wieder erleben – erfreuen sich FRNs großer Beliebtheit, da sie gegenüber klassischen Anleihen deutlich widerstandsfähiger sind.
Floating Rate Notes sind besonders geeignet für Anleger, die:
Institutionelle Anleger wie Versicherungen und Pensionskassen nutzen FRNs häufig, um ihr Zinsrisiko im Portfolio zu steuern. Aber auch Privatanleger greifen zunehmend zu variabel verzinsten Anleihen, insbesondere in volatilen Marktphasen.
Floating Rate Notes bieten einen effektiven Schutz vor Zinsänderungsrisiken und ermöglichen es Anlegern, direkt von steigenden Zinsen zu profitieren. Sie sind flexibler als klassische Festzinsanleihen und eignen sich daher besonders für ein Umfeld, in dem Zinsschwankungen wahrscheinlich sind. Trotz des verbleibenden Bonitätsrisikos des Emittenten stellen FRNs eine solide Ergänzung vieler Depots dar und sind vor allem für renditeorientierte Anleger interessant, die gleichzeitig Wert auf Risikoreduktion legen.