Die KG, oder Kommanditgesellschaft, ist eine Personengesellschaft, die aus mindestens einem unbeschränkt haftenden Gesellschafter, dem Komplementär, und einem oder mehreren beschränkt haftenden Gesellschaftern, den Kommanditisten, besteht. Sie wird sowohl im unternehmerischen Umfeld als auch in Familienunternehmen oder Immobiliengesellschaften eingesetzt, um Kapital zu bündeln und gleichzeitig die Haftung für bestimmte Gesellschafter zu begrenzen.
Die KG kombiniert Elemente von Personengesellschaften und Kapitalbeteiligung:
Typische Merkmale einer KG sind:
Die Rechte und Pflichten innerhalb einer KG unterscheiden sich stark zwischen Komplementären und Kommanditisten:
Die KG bietet sowohl Chancen als auch Risiken für die Beteiligten:
KGs finden sich häufig in Familienunternehmen, Immobiliengesellschaften oder Beteiligungsgesellschaften. Ein typisches Beispiel ist ein Immobilieninvestor, der 100.000€ als Kommanditist in eine Immobilien-KG einbringt, während der Komplementär die Objekte verwaltet. Bei erfolgreicher Vermietung oder Verkauf der Immobilien wird der Gewinn anteilig ausgeschüttet, das Risiko für den Kommanditisten ist auf seine Einlage begrenzt. Diese Struktur ist auch in Venture-Capital-Gesellschaften verbreitet, wo Investoren als Kommanditisten auftreten.
Für Unternehmen ermöglicht die KG eine flexible Kapitalbeschaffung, ohne die Kontrolle über operative Entscheidungen abzugeben. Für Anleger bietet die Beteiligung als Kommanditist die Chance, an wirtschaftlichen Erfolgen teilzuhaben, während das Risiko klar begrenzt ist. Die Struktur ist besonders attraktiv für Investoren, die Renditepotenzial suchen, ohne aktiv in das Management eingebunden zu sein.
Die KG ist eine Personengesellschaft, die unbeschränkt haftende Komplementäre und beschränkt haftende Kommanditisten kombiniert. Sie ermöglicht Kapitalbeteiligung, ohne die operative Kontrolle abzugeben. Für Anleger als Kommanditisten bietet die KG Gewinnbeteiligung bei begrenztem Risiko, während Unternehmen von der flexiblen Struktur profitieren. Die KG bleibt damit eine beliebte Rechtsform für Familienunternehmen, Immobiliengesellschaften und Beteiligungsgesellschaften.