Die Kursfeststellung bezeichnet den Prozess an der Börse, bei dem der offizielle Preis eines Wertpapiers, wie einer Aktie, Anleihe oder eines Derivats, für einen bestimmten Zeitpunkt ermittelt wird. Sie dient dazu, einen verbindlichen Referenzkurs zu bestimmen, der für Handel, Abrechnung und Bewertung von Wertpapieren verwendet wird. Die Kursfeststellung ist ein zentraler Bestandteil der Markttransparenz und trägt wesentlich zur Stabilität des Börsenhandels bei.
Die Kursfeststellung erfüllt mehrere zentrale Funktionen:
Die Kursfeststellung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen:
Ein Anleger beobachtet die Siemens-Aktie. Am Ende des Handelstages wird der Schlusskurs durch die Kursfeststellung ermittelt. Dieser Kurs dient als offizieller Referenzwert für Abrechnungen, Fondsbewertungen und zukünftige Handelsentscheidungen. Ein weiteres Beispiel: Bei einer Unternehmensanleihe mit geringem Handelsvolumen sorgt ein Kursmakler dafür, dass ein verlässlicher Kurs ermittelt wird, der als Basis für den weiteren Handel dient. Ohne die Kursfeststellung könnten Marktteilnehmer keine eindeutigen Preise erkennen, was zu Unsicherheit und ineffizientem Handel führen würde.
Die Kursfeststellung bietet sowohl Chancen als auch Risiken:
Für Anleger ist die Kursfeststellung von zentraler Bedeutung, um die offiziellen Preise eines Wertpapiers zu kennen. Sie dient als Grundlage für Kauf- und Verkaufsentscheidungen, die Bewertung von Portfolios und die Abrechnung von Transaktionen. Wer die Mechanismen der Kursfeststellung versteht, kann Marktbewegungen besser einordnen und seine Anlageentscheidungen effizienter gestalten.
Die Kursfeststellung ist ein essenzieller Prozess an der Börse, der einen offiziellen Referenzkurs für Wertpapiere bestimmt. Sie sorgt für Transparenz, Stabilität und faire Preise und bildet die Grundlage für Handel, Abrechnung und Portfoliobewertung. Anleger, die die Bedeutung der Kursfeststellung verstehen, können Marktpreise korrekt interpretieren, Chancen erkennen und Risiken gezielt steuern.