Die Kursfindung bezeichnet den Prozess, bei dem der Preis eines Wertpapiers, wie einer Aktie, Anleihe oder eines Derivats, durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage am Markt bestimmt wird. Sie ist ein zentrales Element des Börsenhandels und sorgt dafür, dass Kurse durch reale Handelsaktivitäten entstehen. Eine effiziente Kursfindung ist entscheidend für die Markttransparenz, die Liquidität und das Vertrauen der Anleger.
Die Kursfindung erfüllt mehrere wichtige Funktionen:
Die Kursfindung erfolgt in der Regel durch folgende Mechanismen:
Ein Anleger möchte die Siemens-Aktie kaufen. Die Kursfindung erfolgt im Orderbuch der Börse. Es gibt mehrere Kauf- und Verkaufsaufträge zu unterschiedlichen Kursen. Der aktuelle Kurs wird dort ermittelt, wo die höchste Kaufbereitschaft auf das niedrigste Verkaufsangebot trifft. Ein weiteres Beispiel ist eine Anleihe mit geringer Liquidität. Hier übernimmt ein Kursmakler die Preisermittlung und sorgt dafür, dass Käufer und Verkäufer zu einem fairen Kurs zusammenfinden. Ohne diese Kursfindung könnten Marktteilnehmer keine verlässlichen Handelspreise erhalten.
Die Kursfindung bietet sowohl Chancen als auch Risiken:
Für Anleger ist die Kursfindung entscheidend, um realistische Kauf- und Verkaufspreise zu erhalten. Sie bildet die Grundlage für Investmententscheidungen, Portfolioanalysen und Risikomanagement. Wer die Mechanismen der Kursfindung versteht, kann Marktbewegungen besser interpretieren und seine Handelsstrategie effizienter gestalten.
Die Kursfindung ist der zentrale Prozess der Preisermittlung an der Börse, bei dem Angebot und Nachfrage den aktuellen Marktwert eines Wertpapiers bestimmen. Sie sorgt für Transparenz, Liquidität und Vertrauen im Handel. Anleger, die die Prinzipien der Kursfindung kennen, können Preisbewegungen besser einordnen, Chancen erkennen und Risiken gezielt steuern.