Eine Kursstützung bezeichnet in der Finanzwelt einen Preisbereich, in dem der Kurs eines Wertpapiers, wie einer Aktie oder Anleihe, durch erhöhte Nachfrage stabilisiert wird und ein weiterer Abfall des Kurses vorübergehend verhindert wird. Dieser Bereich wird auch als Unterstützungslinie oder Support-Level bezeichnet. Kursstützungen entstehen typischerweise aufgrund von psychologischen Preisgrenzen, technischen Analysen, Anlegerverhalten oder gezielten Eingriffen von Marktteilnehmern.
Kursstützungen erfüllen mehrere zentrale Funktionen im Börsenhandel:
Kursstützungen können auf verschiedenen Ebenen entstehen:
Ein Anleger beobachtet die Siemens-Aktie, die in den letzten Monaten mehrfach bei etwa 125€ nach unten abgeprallt ist. Dieser Bereich wird als Kursstützung betrachtet, da bei diesem Preisniveau Käufer vermehrt einsteigen und den Kurs stabilisieren. Ein weiteres Beispiel: Ein Indexfonds zeigt bei einem bestimmten Level eine Kursstützung, die durch institutionelle Käufe gestützt wird, wodurch der Index vorübergehend stabil bleibt, obwohl der Gesamtmarkt volatil ist.
Kursstützungen bieten sowohl Chancen als auch Risiken für Anleger:
Für Anleger ist die Kursstützung ein wichtiges Instrument der technischen Analyse und der Risikosteuerung. Sie hilft, günstige Einstiegsniveaus zu erkennen, potentielle Verlustrisiken einzuschätzen und Strategien für Kauf- oder Verkaufsentscheidungen zu entwickeln. Wer Kursstützungen korrekt interpretiert, kann gezielter handeln und Marktbewegungen besser einordnen.
Die Kursstützung ist ein Preisbereich, der den Kurs eines Wertpapiers stabilisiert und einen weiteren Rückgang vorübergehend verhindert. Sie dient Anlegern als Orientierungspunkt für Einstiegs- oder Handelsentscheidungen und als Signal für Marktbewegungen. Wer Kursstützungen beobachtet und in die Analyse einbezieht, kann Chancen erkennen, Risiken minimieren und fundierte Entscheidungen im Handel treffen.