Kursstützung

Was ist eine Kursstützung?

Eine Kursstützung bezeichnet in der Finanzwelt einen Preisbereich, in dem der Kurs eines Wertpapiers, wie einer Aktie oder Anleihe, durch erhöhte Nachfrage stabilisiert wird und ein weiterer Abfall des Kurses vorübergehend verhindert wird. Dieser Bereich wird auch als Unterstützungslinie oder Support-Level bezeichnet. Kursstützungen entstehen typischerweise aufgrund von psychologischen Preisgrenzen, technischen Analysen, Anlegerverhalten oder gezielten Eingriffen von Marktteilnehmern.

Funktionen einer Kursstützung

Kursstützungen erfüllen mehrere zentrale Funktionen im Börsenhandel:

  • Preisstabilisierung: Sie verhindern kurzfristig, dass der Kurs eines Wertpapiers stark fällt.
  • Marktanalyse: Anleger nutzen Kursstützungen, um potenzielle Einstiegs- oder Kaufgelegenheiten zu erkennen.
  • Signalwirkung: Eine Verletzung der Kursstützung kann auf negative Marktentwicklungen hinweisen, während ein Halt über der Unterstützung positive Signale liefert.

Arten von Kursstützungen

Kursstützungen können auf verschiedenen Ebenen entstehen:

  • Technische Unterstützung: Basierend auf Charts und historischen Kursbewegungen, z.B. einem Niveau, bei dem der Kurs mehrfach abgeprallt ist.
  • Psycho-logische Unterstützung: Anleger reagieren auf runde Zahlen oder historische Höchst- oder Tiefstwerte.
  • Fundamentale Unterstützung: Preise, die auf Unternehmenswerten, Dividendenzahlungen oder wirtschaftlichen Kennzahlen basieren.

Beispiele aus der Praxis

Ein Anleger beobachtet die Siemens-Aktie, die in den letzten Monaten mehrfach bei etwa 125€ nach unten abgeprallt ist. Dieser Bereich wird als Kursstützung betrachtet, da bei diesem Preisniveau Käufer vermehrt einsteigen und den Kurs stabilisieren. Ein weiteres Beispiel: Ein Indexfonds zeigt bei einem bestimmten Level eine Kursstützung, die durch institutionelle Käufe gestützt wird, wodurch der Index vorübergehend stabil bleibt, obwohl der Gesamtmarkt volatil ist.

Chancen und Risiken

Kursstützungen bieten sowohl Chancen als auch Risiken für Anleger:

  • Chancen: Anleger können Kursstützungen als Einstiegspunkt nutzen, um günstig zu kaufen, bevor der Kurs wieder steigt.
  • Risiken: Eine Kursstützung ist keine Garantie für einen Kursanstieg. Wird sie durchbrochen, kann es zu schnellen Abverkäufen kommen.
  • Fehlsignale: Insbesondere in volatilen Märkten kann eine vermeintliche Unterstützung kurzfristig durchbrochen werden, bevor sie sich wieder stabilisiert.

Bedeutung für Anleger

Für Anleger ist die Kursstützung ein wichtiges Instrument der technischen Analyse und der Risikosteuerung. Sie hilft, günstige Einstiegsniveaus zu erkennen, potentielle Verlustrisiken einzuschätzen und Strategien für Kauf- oder Verkaufsentscheidungen zu entwickeln. Wer Kursstützungen korrekt interpretiert, kann gezielter handeln und Marktbewegungen besser einordnen.

boerse.de-Schlussfolgerung

Die Kursstützung ist ein Preisbereich, der den Kurs eines Wertpapiers stabilisiert und einen weiteren Rückgang vorübergehend verhindert. Sie dient Anlegern als Orientierungspunkt für Einstiegs- oder Handelsentscheidungen und als Signal für Marktbewegungen. Wer Kursstützungen beobachtet und in die Analyse einbezieht, kann Chancen erkennen, Risiken minimieren und fundierte Entscheidungen im Handel treffen.



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